Archiv der Kategorie: Heizung

Alle Themen die das Heizen betreffen.

3. Energie- und Klimaschutztag

Am vergangenen Sonntag fand bei strahlendem Sonnenschein der dritte Energie- und Klimaschutztag im Naturschutzzentrum Bergstrasse statt. Daniel Bannasch erklärte den Besuchern die Energiewende auf dem Bierdeckel. Mehr dazu im BA und Metropolsolar. Erhard Renz zeigte mit KIVA wie man sein Geld sinnvoll für Solarenergie in den Entwicklungsländer investieren kann. Meine Wenigkeit versuchte mit anderen Vereinskollegen den Umstieg auf Elektromobilität zu zeigen.

Energiewende auf dem Bierdeckel mit Daniel Bannasch.

Leider konnte ich nicht alle Veranstaltungen und Vorträge besuchen. Der Vortrag vom Dr. Dr. Rademacher begann am Anfang sehr lehrreich und – für mich – sehr nachdenklich und endete am Schluss mit entsetzten Kopfschüttel. Diese Mann empfiehlt doch tatsächlich, dass wir
alle Verbrennungsfahrzeuge behalten und mit Bioethanol fahren sollten. Den Sprit könnte man doch mit Solarenergie in Afrika erzeugen – Unglaublich! Nach seiner These wäre, alles was ich bisher zu meiner persönlichen Energiewende getan habe, falsch und würde nichts bringen. Ich hätte das Geld besser in solare Projekte in Afrika investieren sollen (Großes Lob an Erhard und KIVA).  Super Idee. Tja, dann gäbe es aber das Problem, dass ich heute kein Geld zum weiteren investieren übrig hätte denn ich würde mich bei meiner Strom- und Gasrechnung Dumm und dämlich zahlen. In Zukunft – wenn ich mal in Rente bin – müsste ich dann beim Staat betteln gehen um im Winter mein 300 Jahre altes Fachwerkhaus zu beheizen.
Ebenso entsetzt war auch Daniel und konterte entsprechend auf dessen Argumente. Der Mann ist absolut uneinsichtig und meiner Meinung nach nicht glaubwürdig.

Jahresrückblick 2016

Das Jahr 2016 ist fast zu Ende und ich möchte ein Resümee ziehen. Ein Großteil meiner Bloggertexte handelten in diese Jahr von der Elektromobilität. Im vergangenen Jahr war die Vereinsgründung der Energieblogger sowie die Gründung des Verein www.freie-infrastrukturen.de ein wichtiger Meilenstein. Die Elektromobilisten haben sich 12 mal im Jahr zu einem Stammtisch getroffen. Dies wird auch in 2017 so weitergehen und ich hoffe wir werden, auch im Bezug auf die WLAN- und Lade-Infrastruktur, etwas bewegen. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Kreis-Bergstraße ist leider dieses Jahr nicht besser geworden. Im Gegenteil der Ausbau stagniert und durch die gestiegene Anzahl der Elektroautos kommt es immer häufiger vor, dass Ladesäulen belegt sind. Der örtlich Energieversorger wollte schon 2014 insgesamt 50 Ladepunkte installieren. Bis heute sind es nur 15 Ladepunkte geworden. Bisher waren die Ladepunkte an den Mennekes-Ladesäulen für Energiekunden kostenlos. Dies soll sich 2017 ändern. Dann sollen neue Ladekarten die Zugangsberechtigung zu kostenpflichtigem Strom geben. Wie das funktioniert und wie viel der Strom kostet sollte wurde mir noch nicht mitgeteilt. Das ubitricity SmartCable-System wird bisher immer noch von den privaten E-Auto-Fahrern abgelehnt. Bei der Stadt Bensheim und einigen Gewerbebetrieben wird das System Schritt für Schritt eingeführt. Mit einem Mobilstromvertrag des Energieversorgers bekommt man das SmartCable kostenlos und die Kilowattstunde für 50 Cent. Das ist, unserer Meinung nach, der falsche Weg und führt nicht zu einer freien Infrastruktur für Elektromobilität. Hier muss unser Verein eingreifen und aktiver werden. Im Bezug auf Reichweitenangst und Ladeinfrastruktur kann man auch viel bei meinem Bloggerkollegen Daniel Boennighausen nachlesen.
Vor einem Jahr schrieb ich in mein Resümee auch etwas zum meinem eigenen Smart Home mit den Raspberrys. Dazu hat sich einiges geändert. So sind z.B. die Funksensoren von Arexx komplett entfallen und durch digitale 1-Wired-Sensoren ersetzt worden. Der Verbrauch an AAA-Batterien war zu hoch und der Betrieb zu oft gestört. Mittlerweile laufen drei Raspberry mit unterschiedlichen Funktionen. Einer Überwacht die 12-Volt-Akkuanlage, einer den Stromverbrauch über Plugwise und der letzte die 1-Wired-Temperatursensoren im Heizungskeller. Leider sind in diesem Jahr zwei Raspberrys abgestürzt und viele Daten gingen verloren. Somit wird nun regelmäßig ein Backup erstellt und die Daten auf einen anderen Server gesichert. An der 12-Volt-PV-Anlage sind viele einzelne Bleibatterien ausgefallen. Als die Akkukapazität kritisch wurde kaufte ich mir zwei neue Solarbatterien mit jeweils 120 Ah.

Der aktuelle Energiesparwettbewerb läuft noch bis Ende Februar. Jedoch konnte ich durch eine neue Gefriertruhe und mehr Zwischenladungen des Twizys ca. 400 kWh Strom einsparen. Das sind etwa 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs. Aktuell läuft ein Raspberry Testprogramm zur Abschaltung von Stromverbrauchern beim verlassen der Homezone. Damit können bestimmt nochmal 10 Prozent Energie eingespart werden.

Ladestationen Frust die Vierzehnte

Nun ist es soweit: Die Anzahl der Ladesäulen im Kreis-Bergstraße reichen nicht mehr aus. Als ich gestern Abend in Seeheim an der Mennekes-Ladesäule laden wollte waren diese durch einen Opel Ampera und Renault ZOE belegt. Ich habe die Ladeanzeige an den beiden Seiten der Säule über einige Minuten beobachtet und diese veränderte sich nicht mehr. Das bedeute für mich, dass beide E-Autos voll geladen waren. Tja, was soll ich davon halten? Der Energie-Versorger blockiert mit seinem eigenen E-Auto die Ladesäule. Ich finde es äußerst unkollegial sein E-Auto auch im voll geladenen Zustand an der Ladesäule stehen zu lassen.

Belegte Ladesäule in Seeheim am 08.12.2016

Ich konnte, Gott sei dank, bei einem Bekannten in Seeheim an der Garage laden und einige Stunden später den Heimweg antreten.

Ölboykott Saudi Arabiens

Nachdem ich die Nachrichten zu den Enthauptungen in Saudi-Arabien gehört habe fragen ich mich ob wir durch unsere Erdölautos und Ölheizungen eine Mitschuld daran tragen. Durch unsere Öleinkäufe finanzieren wir diesen Machtapparat der diese Gräueltaten verübt hat. Deshalb bin ich wie Hans-Josef Fell und Franz Alt der Meinung wir sollten die Ölmultis boykottieren, keine Verbrennungsautos mehr fahren und auf sparsame Elektroautos mit Ökostrom umsteigen. Auch von den Ölheizungen sollten wir uns trennen. Es gibt schon sehr viele Alternativen, die mit regenerativen Energien unsere Wohnhäuser heizen können.

Raspberry PI

Wieder ist ein Jahr vergangen und ich ziehe ein Resümee. Dieses Jahr war geprägt von Elektromobilität und Softwareentwicklung. Ich habe viele Programme an meinem Raspberry PI entwickelt. Was ist das? Fragt sich so manch einer und für was benötige ich das?

Seit vielen Jahren erfasse ich meine Verbrauchsdaten per Computer. Jedoch muss ein PC dann rund um die Uhr laufen und im 5 Minutentakt die Messwerte in eine Datenbank schreiben. Diese Daten kann man dann per Grafik oder Diagramme auswerten. Wozu brauche ich das?
Nun, angefangen hat alles mit einer defekten thermischen Solaranlage. Wenn eine Solaranlage keine Wärme oder Strom liefert bekommt man es in der Regel selten mit. In den meisten Fällen merkt man es erst am Jahresende wenn der Wärme- oder Stromertrag nicht stimmt. Mit einer Computerüberwachung kann man jederzeit online auf die Betriebsdaten der Anlage schauen.

Im letzten Jahr lief dieses Logging noch auf Intel-PCs mit einem Betriebssystem von Windows. In diesem Jahr arbeitete mein Raspberry PI mit Betriebssystem Linux ohne Probleme durch. Dabei verbrauchte der Raspberry nur 3,5 Watt in der Stunde (30 kWh/a = 9 €/a). Als Energieberater und Energiesparmeister lege ich auf einen niedrigen Energieverbrauch besonders viel Wert.

Welche Daten erfasse ich nun mit dem Einplatinencomputer:

  1. Temperaturen: Außentemperatur, Raumtemperatur, Abgastemperatur-Gastherme, Wassertemperatur Solarspeicher, Nachheizung Warmwasser, thermische Solaranlage Vorlauf usw…
  2. Stromverbrauch: alle 3 Phasen, Heizungsanlage, Arbeitszimmer, Einzelgeräte (TV, Wasserkocher, Waschmaschine, Kühlschrank, Lüftungsanlage, Computer, uvm…) und natürlich den Energiebedarf meines Elektroautos.
  3. Sonstiges: Gaszähler in m3, Photovoltaikanlage, Solarspannung und -stromertrag 12 Volt-Insel-PV-Anlage, automatisches Ein- und Ausschalten der 12 Volt-Nachladung.

Welche Ergebnisse man aus den Daten ziehen?

Mein Kühlschrank ist ein Erbstück mit hohem Alter und genau so hoch ist auch der Energieverbrauch. Die Heizungsanlage läuft nicht ideal. Zu hohe Taktraten und die Nachabsenkung ist nicht zufriedenstellend. Des weiteren benötigt die Heizung zu viel Strom wenn sie nicht heizt (Standby = 100 Watt). Die Wärmedämmung des thermischen Solarspeichers ist mangelhaft. In drei Tagen ist das, von der Sonne erwärmte, Brauchwasser wieder kalt. Die Spülmaschine ist beim Aufheizen ein Strom-Energiefresser. Hier wäre eine Spülmaschine mit WW-Anschluss bestimmt sparsamer. Die Lüftungsanlage verbraucht 30 Prozent mehr Energie wenn die Filter verschmutzt sind.

Somit sind die Projekte und Vorsätze für nächstes Jahr schon vorgegeben. 🙂

Fröhliche Weihnachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Euer Energiesparmeister.

Deutscher Solarpreis 2015

Herzlichen Glückwunsch zum Deutschen Solarpreis 2015 wünscht der Energiesparmeister allen Metropolsolarier. Mittlerweile bin ich auch schon mindestens 8 Jahre dabei. Aber ohne die Mühe und den Fleiß von Daniel Bannasch wären wir nicht so weit gekommen. Deshalb bin ich der Meinung dieser Preis ist hauptsächlich sein Verdienst. Also nochmals herzlichen Glückwunsch Daniel Bannasch zum Deutschen Solarpreis 2015 in der Kategorie Lokale oder regionale Vereine/Gemeinschaften.

Deutscher Solarpreis 2015 für Metropolsolar e.V.

Deutscher Solarpreis 2015 für Metropolsolar e.V.

Ist das nun ein Hattrick? Im letzten Jahr haben die Energieblogger den Solarpreis 2014 im Bereich Medien gewonnen. Im Jahr davor war es Erhard Renz mit dem Solarpreis 2013 im Bereich Sonderpreis für persönliches Engagement. Wer bekommt ihn nächstes Jahr 🙂

Energiesparen ist out

Wow, „Energiesparen ist out“ sagt der Meister des Energiesparens. Ja, heute Abend habe ich es live miterlebt. Ich vermutete es schon lange, aber „Das Energiesparen“ interessiert heute kaum jemand mehr. Ich war heute Abend kurz auf der Veranstaltung „Energiespar-Investitionen als Geldanlage“ der Energieagentur Bergstrasse. Der riesige Saal in Zwingenberg mit mind. 50 Sitzplätzen war bis auf eine Person absolut LEER !

Normaler Weise bin ich kein Freund von Energieagenturen da sie den Energieberater ein Teil der Beratungen wegnehmen. Aber die beiden Mitarbeiter der Agentur taten mir echt leid. Sie machten sich so eine Arbeit für einen guten Vortrag und es kommt nur ein Zuhörer.
Die Berater zogen den Vortrag trotzdem durch. Echt bewundernswert!

Aber woran liegt es? Wenn ich sehe, dass die KfW wieder die Zuschüsse erhöht hat dann ist das für mich ein Zeichen, dass da viel Geld vorhanden ist welches nicht abgerufen wird.
Ich sage mal ganz provokativ: „Richtig Energiesparen kostet den Bauherren viel Energie in Form von Engagement, Bemühungen und Hirnschmalz.“ Aber die Mehrzahl der Hausbesitzer sind bequem, lustlos und demotiviert. Es geht wohl immer nur um’s Geld. Es macht keinen Sinn den Leuten das Geld vor die Füße zu werfen und zu sagen „Mach mal !“ Hallo KfW und Bundesregierung, das Geld gehört in die Aufklärungsarbeit.
In Sachen Energiesparen ist Deutschland echt ein Entwicklungsland.

Vereinsgründung Energieblogger

Nach zwei Wochen Urlaub bin ich wieder zurück und voller Tatendrang. Am letzten Wochenende war ich mit vielen anderen Energiebloggern auf den Barcamp bei SMA in Kassel.
Dort haben 14 aktive Blogger den Verein Energieblogger e.V. gegründet.

Energieblogger gründen Verein auf Barcamp Renewables - See more at: http://sustainment.de/Energieblogger-Verein#sthash.4BwNkH3b.dpuf

Energieblogger gründen Verein auf Barcamp Renewables

Siehe auch Energiezukunft, Enerynet und Saving-Volt

Mir persönlich brachte das Barcamp die Bestätigung für unsere Interessen, Arbeiten und Bemühungen. Wir machen weiter und sind die Stimme für die erneuerbaren Energien.
Weiter Details folgen in Kürze.

Heizungsoptimierung mit Solarthermie

Gestern war ich mit einem Arbeitskollegen auf der ISH in Frankfurt. Über unsere Bloggerkollegin Frau Karin Hertzer hatten wir uns zum Projekt Infografik bei Viessmann getroffen. Viessmann hat uns anschließend einen 1,5 stündigen Rundgang über ihren
Messestand spendiert. Wir waren erstaunt welche Vielfältigkeit Viessmann im Bereich Energie- und Heizungstechnik anbietet.
Interessant war für mich die Verbindung zwischen der Heizungsanlage, der thermischen Solaranlage, Visualisierung und einer Handy App. Leider fehlte immer noch die Anbindung an einen Wetterdienst. So wird es wohl – wie auch bei mir – weiterhin bei neuen Heizungsanlagen das Problem geben, dass eine Heizungsanlage das Brauchwasser erwärmt obwohl gerade die thermische Solaranlage angesprungen ist.

Solar_Gas_Viessman

Meine aufgezeichnete Grafik zeigt anhand der orangenen Kurve wie die Heizungsanlage das Brauchwasser aufheizt obwohl gerade (rote Kurve) die thermischen Solaranlage angelaufen ist. Würde die Heizungsanlage über einen Wetterdienst wissen, dass am 9. März den ganzen Tag die Sonne scheint dann könnte die Heizung Pause machen. Siehe auch den gelb-grünen Balken zum Gasverbrauch.
Ein anderes Thema ist der Wärmeverlust durch die Dämmung des Brauchwasserspeichers. Innerhalb von zwei Tagen ist der Speicher von 70 °C wieder auf unter 50 Grad abgekühlt. Zu diesem Problem hat Viessmann endlich eine Lösung. Neue Brauchwasserspeicher erhalten in Zukunft eine Vakuum-Wärmedämmung.

Brauchwasser_Viessman

Leider sind Upgrades zu bestehenden Speichern nicht geplant. Schade, wer hier sparen will muss neu investieren.

Stromsparen an der Heizungsanlage

Die Heizperiode hat bei uns am 22.10.2014 begonnen. Leider bedeutet dies auch wieder mehr Stromverbrauch im Haus. Einer der großen Stromfresser ist immer noch die Heizungsanlage. Mit durchschnittlich über 100 Watt pro Stunde sind am Tag locker 2,40 kWh weg. In einer Heizperiode Oktober bis Ostern gehen da mehr als 400 kWh durch den Stromzähler. Was mich ärgert ist der Stromverbrauch in der Nacht zwischen 23:00 bis 5:00 Uhr wenn die Heizung auf Nachtabsenkung geht. Bei unserem gut gedämmten Niedrigenergiehaus sinkt die Raumtemperatur nur um ca. 0,5 °C ab. Im Augenblick heizt die Anlage nachts gar nicht oder nur sehr wenig. Trotzdem werden 100 Watt pro Stunde aus den Stromnetz gezogen.
Was für eine Verschwendung.

Heizung_Gas-und_Stromverbrauch
Zum Bild: oberes Diagramm mit den gelben Säulen zeigt den Gasverbrauch und unten in gelb der Stromverbrauch der Heizung.

Ich habe am letzten Wochenende die Heizung manuell ausgeschaltet. Dadurch konnte ich fast eine Kilowattstunde pro Nacht einsparen und die Raumtemperatur ist nur um 1 °C abgesunken.  Warum können Heizunganlagen bei der Nachtabsenkung keinen Strom sparen? Die neuen Heizungen mit der neuen Energielabel-Pflicht in 2015 sind da hoffentlich sparsamer, oder ?