Energie- und Baumesse Bensheim

Das Klimasschutzbündnis Bergstrasse war mit einem eigenen Stand auf der Energie- und Baumesse in Bensheim. Ich war etwas enttäuscht von den teilweise lieblosen Ständen der Messe-Aussteller. Als ich von vielen Jahren als Energieberater auf dieser Messe war hatten die Aussteller noch interessante Neuigkeiten und Objekte zu zeigen.

Das Klimaschutzbündnis Bergstrasse war in unserem Fall durch die BürgerSolarBeratung gut besetzt. Wir konnten auch sehr viele Gespräche führen und entsprechend viele Flyer verteilen. Wie man auf dem Bild erkennen kann setzen wir auf Photovoltaik, Elektromobilität, Energiesparen durch ökologische Dämmstoffe und die Energiewende.

Tisch auf unserem Messestand

Natürlich besteht das Klimabündnis aus viel, viel mehr Organisationen und auch gesellschaftliche Gruppen und Firmen.

Twizy 12V Batterie ausgetauscht

Am letzten Donnerstag wollte ich mit meinem Twizy zum Treffen des Klimaschutzbündnisses nach Bensheim fahren. Leider streikte der Twizy zum ersten mal nach 6 1/2 Jahren und verweigerte den Dienst.

12V Starterbatterie Twizy

Grund war – und darauf hatte ich schon lange gewartet – die 7 Jahre alte Starterbatterie. Das kleine 12 Volt Ding war nun nach über 7 Jahren (22.10.2012) endlich putt. Nö, kaputt war sie eigentlich nicht, sie hatte nur hat sie keine Power mehr. Denn das Starten, mit Licht, Frontscheibenheizung und Scheibenwischer war dann doch zu viel für die betagte Dame.

12V Spannung zu gering

Laut Renault wird sie normalerweise schon nach 4 bis 5 Jahren standardmäßig ausgetauscht. Sie ist aber ein Verschließteil und hätte mich trotz 6 Jahren Garantie über 200,- Euro gekostet. Nun hatte ich mir schon vor Monaten eine passende Ersatzbatterie bei Voelkner für 30 Euro gekauft und konnte somit am Samstag einen Batterietausch vornehmen. Jetzt läuft der Twizy wieder wie geschmiert.

Jahresrückblick 2019

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende und ich ziehe Resümee. Gestarte war das Jahr 2019 mit der üblen schwedischen Studie zur schlechten Ökobilanz der Elektroautos. Naja, mittlerweile kam im Dezember eine Korrektur der groben Schätzung und die Aussagen wurden korrigiert. Jedoch bleibt in den Köpfen der Menschen der Makel, ein E-Auto müsste 120.000 km fahren um den CO2-Rucksack aufzuarbeiten, hängen. Die Medien in Funk und Fernsehen habe ihr bestes getan diesen Mythos noch fester in die Köpfe einzubrennen. Das wird ein hartes Stück arbeit diese Vorurteile auf zu arbeiten.

An der Situation der zugeparkten Ladesäulen hat sich noch nichts geändert, wie ich heute wieder schmerzlich erfahren musste. Wenn es in Zukunft mehr E-Autos und Ladesäulen geben soll muss sich auch hier etwas grundlegendes ändern. Entweder muss mehr Aufklärung erfolgen oder die Geldstrafen müssen erhöht werden. Ich wäre sogar fürs kostenpflichtige abschleppen. Schlimmer ist es jedoch wenn sogar E-Autos dort parken und nicht laden. Auch diese sollten fett zu Kasse gebeten werden.

So beschäftigten mich nicht nur die Falschparker an den Ladesäulen sondern auch die Kosten für den geladenen Strom. Ich habe viele Ladekarten ausprobiert und hoffe, dass es irgendwann nun noch Giro-e gibt. Mittlerweile zahle ich fast alles was ich einkaufe mit meiner NFC-Bankkarte. Ich bräuchte gar kein Bargeld mehr und könnte alles mit Karte zahlen. Warum muss ich eigentlich an der Kasse im Supermarkt immer noch vorher sagen, dass ich mit Karte zahlen will. Warum geht das nicht gleich so! Wann kommt der Tag an dem der Barzahler extra sagen muss: „Ich will mit Bargeld zahlen!“.

Leider sind aus vielen großen Projekten Rohrkrepierer geworden. Die Aktion „Meine Klimaschutz“ von CO2-Online ging schon in die Hose bevor es richtig losging. Ich habe seit über einem Jahr nichts mehr von denen gehört. Das Schade, sehr schade. Vom Interview beim NDR hatte ich mir auch viel versprochen, jedoch wurde auch das ein Rohrkrepierer.

Die Autoschau in HP bleibt in Punkto Elektromobilität ein Sackgasse. Irgendwann wird es eine Verbrenner-Museumsschau 🙂

Und von den Versprechungen der Deutschen Bahn bzgl. Pünktlichkeit kann man eigentlich nur noch Lachen. Die DB kann doch keiner mehr ernst nehmen. Ich müsste jeden Monat mind. einen Tag länger Arbeiten um meine Fehlzeiten durch die Zugverspätungen auszugleichen. Kann da mal jemand ausrechnen wie hoch der wirtschaftliche Schaden ist den die DB mit Ihrer Misswirtschaft erzeugt.

Aber ich will nicht nur Meckern, es gab auch Gutes. So begeistern mit die Aktionen des Klimaschutz-Bündis-Bergstrasse. Die Demos der FFF im Kreis Bergstrasse finde ich toll und versuche dort immer mit zu laufen. Ich hoffe, für das Jahr 2020, dass wir da noch viele Aktionen starten können und etwas sinnvolles bewegen.

Mein Motto für 2020 heißt, Bewegung bring Veränderung. Also will ich etwas bewegen und baue an der neuen Webseite für die BürgerSolarBeratung. Es muss in diesem Jahr auch eine neu PV-Anlage her und diese soll meinen neuen selbstgebauten Batteriespeicher im Wohnhaus versorgen. Mal schauen wie weit ich komme denn 2025 läuft mein Einspeisevertrag aus und dann will ich die Solarenergie selbst nutzen.

Klimaschutzbündnis Bergstrasse

Am vergangenen Freitag war ich auf der zweiten Demo des Klimaschutzbündnisses am Aktionstag „Fridays for Futher“. Wir sind auf dem Weg vom Startpunkt am Rathaus über drei Schulen zum Beauner-Platz in die Stadtmitte gelaufen.

Klimabündnis Bergstrasse

An allen Schulen haben wir beim vorbeilaufen „Aus der Schule, auf die Straße, Hey“ gerufen. Leider konnte ich nicht erkennen, dass sich ein einziger Schüler getraut hätte – durch diesen Slogan – direkt den Klassensaal zu verlassen und mitzulaufen. In den Medien werden diese Demos von FFF immer so hochgespielt und die demonstrierende der Schüler als „Schulschwänzen“ verurteilt. Von der 4.500 Schülern der 3 Schulen waren nur ca. 200 auf der Demo. Also nicht besonders viele, die Mut haben, für ihre Zukunft auf die Straße zu gehen.
Am 20.12.2019 werden es hoffentlich mehr als 400 Teilnehmer wie beim ersten mal am 20.09.2019, denn es ist der letzte Schultag in 2019.

Ladestationen Frust 32

Der Ladekarten Betreiber NewMotion war bisher mein Favorit bzgl. Ladekarte für E-Auto-Stromsäulen. Die NM-Ladekarte funktionierte fast immer an allen Ladesäulen. Ich zahlte bisher im Durchschnitt 44 Cent/kWh und das war bei wenigen 30 kWh pro Monat auch o.k. Leider wurde NM schon vor einiger Zeit von Shell übernommen und somit kommt der Strom nun von einem weltweit größten Mineralöl- und Erdgas-Unternehmen. Jetzt änderte sich auch das Logo und die App und somit ist NewMotion jetzt auch wirklich Shell. Das ist für mich ein No-Go.

NewMotion ist nun Shell

Somit landet die Karte erstmal im Schreibtisch und ich lade ab sofort mit anderen Ladekarten. Jetzt verwende ich erstmal die Ladekarte von Maingau denn dort zahle ich im Augenblick 35 Cent/kWh an Ladepunkten von Entega und GGEW. Heute ist mir aufgefallen, dass es mit der Ladekarte der Telekom Get-Charge nun 29 Cent/kWh kosten soll. Ich werde dies die Tage testen und hier berichten. Bisher war der Ladestrom der Telekom mit 89 Cent/kWh an der „Sonstige Ladestellen“ relativ teuer. Im Ladenetzverbund von LastMileSolutions (Ladesäulen Entega) sollte es bei „Bevorzugte Ladestellen“ nur 29 Cent/kWh kosten. Vielleicht ist es auf dauer doch besser lokale Energiedienstleister zu nutzen denn somit bleibt das Geld in der Region. Die Entega wäre eigentlich der lokalste Empfänger vor Ort doch leider sind die Ladekosten absolut intransparent. Man muss lange auf der Webseite suchen um einen Preis von 36 Cent/kWh zu finden. Bei der GGEW gibt es Ladekarten mit einer Grundgebühr (7,95€ pro Monat) und das rechnet sich für „Weniglader“ mit 36,89 Cent/kWh nicht.

29 Cent/kWh – Telekom Get-Charge
35 Cent/kWh – Maingau
36 Cent/kWh – Entega
37 Cent/kWh + 7,95€ pro Monat – GGEW
44 Cent/kWh – Shell (ehem. NewMotion)

Ja, Telekom ist am günstigsten:

Telekom App Ladung

Pünktlichkeitswerte der deutsche Bahn

Trau keiner Statistik die Du nicht selbst gefäscht hat. Ist die Pünktlichkeitsstatistik der DB korrekt? Ich sage nein. Zumindest gilt sie nicht für den Kreis Bergstrasse.

Meine Bahnpünktlichkeit von dieser Woche sieht wie folgt aus:

Screenshot Verspätungen

Von fünf morgendlichen Zugfahrten ist eine Fahrt später als 15 Minuten und vier Fahrten später als 5 Minuten. Das ergibt sich folgende Statistik:

Pünktlichkeit der DB

Das Ergebnis ist statistisch gesehen unterirdisch schlecht. Ich musste die Reihe 20% Prozent einfügen denn so schlecht ist die Bahn. Wer heute mit der Bahn fährt muss Zeit ohne Ende haben oder froh sein wenn er später auf die Arbeit kommt. Ich fahre ökologischer und zeitsparender mit dem E-Auto.

Twizy 70.000 km

Am 10.09.2019 habe ich mit meinem Twizy die 70.000 km erreicht. Dabei habe ich 5.068,7 kWh Zuhause geladen.

70.000 km erreicht.

Durchschnittlich lade ich seit ca. 3 Jahren an öffentlichen Ladesäulen ca. 30 kWh pro Monat.
Am 16.08.2019 habe ich zudem den Fahrakku zu einem Restwert von 1.428,- € gekauft.

6 Jahre Elektromobilität

Es ist heute der 23. August 2019 und Ruck-Zuck sind 6 Jahre vergangen. Mein Twizy wird heute 6 Jahre alt und somit bin ich seit 6 Jahre Elektromobilist. Die Batteriemiete und die Garantieverlängerung läuft heute aus. D.h. 6 Jahre lang wurden technische Defekte von Renault bezahlt und das war auch gut so. Die Mehrkosten für die Garantieverlängerung hat sich auf jeden Fall nach fast 70.000.km ausgezahlt.

6 Jahre Elektromobilität

Am Freitag den 16.08.2019 habe ich meine E-Auto-Batterie zum Restwert der Renaultbank abgekauft. Laut Messprotokoll hat die Batterie noch 87 Prozent Restkapazität. Naja, das hatte Sie auch schon letztes Jahr. Auf jeden Fall schaffe ich beim meinem Fahrstiel keine 60 km mehr. Laut Hersteller sollten es 100 sein als die Batterie neu war. Am Anfang schaffte ich locker die 60 km zur Arbeit und zurück und musste nur bei extremer Kälte unterwegs nachladen. Diesen Sommer habe ich es durch sparsame Fahrweise 2 mal geschafft ohne Nachladen direkt nach Haus zu fahren. Irgendwann wird wohl der Tag kommen an dem ich bei starker Kälte eventuell morgens nicht mal mehr die 30 km nach DA schaffen.
Auf jeden Fall will ich nun einen Range-Extender bauen um die Batterie ggf. unterwegs nach zu laden. Dazu werden wir – zwei E-Auto-Kollegen und ich – heute die Batterie eines VW e-up’s kaufen. Wir werden der Batterie aus einem Unfall-Elektroauto ein Second Life als Hausspeicher bzw. Range-Extender geben. Darüber werde ich hier auch noch berichten.

Mythen und Fakten 1

Es begegnen mir immer wieder Menschen die Mythen oder Fake-News für Fakten und Tatsachen halten. Meist werden aus, gut gemeinten Zeitungs- oder Fernsehberichten, plötzlich ganz schlimme Nachrichten und Dinge werden an den Pranger gestellt und verteufelt. Aus diesem Grund eröffne ich hiermit die Serie „Mythen und Fakten“.

Der Auslöser hierfür war das Angebot meinen selbstgebauten Lithiumspeicher bei einer politischen Partei als Solar- oder Hausspeicher vorzustellen. Der kleine Speicherblock – ich werde hier noch berichten – besteht aus entsorgten und weggeworfenen Lithiumzellen aus E-Bike- und Notebookakkus. Also Akkus die hier ein sinnvolles second Life erleben.

Plötzlich wurde aus der Mailanfrage ein mobiler Lithiumspeicher für Elektroautos! Der Absender der Mail bezog mein Angebot – vielleicht weil ich ein Elektroauto fahre – plötzlich auf die Herstellung von Lithiumakkus von Elektroautos. Er hatte bestimmt irgendwo gehört oder gelesen, dass E-Autos schon bei der Herstellung einen extrem großen CO2-Rucksack bekommen und dann mind. 100.000 km elektrisch fahren müssen bis dieser wieder abgebaut ist. Diese Daten stammen aus einer schwedischen Studie und werden immer wieder falsch interpretiert. Ein andere Leser verteufelte die Elektroautos dann sofort zu Umweltsündern durch deren Herstellung und dem Aufladen der Batterien! Leider lesen diese Leute die Studie nicht selbst, denn dann würden Sie erkennen, dass dort nur Mist drin steht. Diese falschen Daten werden dann als Fakten genommen und schon verbreitet sich ein hartnäckiger Mythos weiter. Tatsache ist, dass das ein großer Anteil des Lithiums auch in Schmiermittel von Autos, in Glas und Keramik, Aluminium, Kunststoffen und Klimaanlagen verwendet wird.

Quelle Wikipedia (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Lithium_Verwendung.svg)

Somit auch in Autos mit Verbrennungsmotor oder Brennstoffzelle. Nur etwa 30 Prozent des Li wird in Batterien verbaut. Tendenz steigend, da in Zukunft mehr E-Autos gebaut werden. ACHTUNG: Nicht vergessen Li-Akkus gibt es auch in E-Bikes, Notebooks, Smartphones, Akkusschrauben usw und so weiter…. Und im Augenblick werden extrem viele Werkzeuggeräte wie Akkus-Schrauber mit solchen 18650-Lithiumzellen in den Bau- und Supermärkten angeboten!!! Also nur ein Bruchteil des in Chile abgebauten Lithiums landet in Batterien für Elektroautos. Diese Li-Förderung in Chile gibt es schon lange und nur durch die große Nachfrage und der extremen Produktionssteigerung dort ist das ganzen Umweltproblem in Chile so aufgepoppt. Natürlich stimme ich den Kritikern zu und kann es nicht gutheißen was dort in Chile und Kongo passiert. Jedoch wer baut den dort den Rohstoff Lithium und Cobalt ab? Die Regierungen selbst! Diese sind meist Korrupt und denen ist die eigene Umwelt völlig egal. Ich fände es richtig wenn alle Autohersteller dort kein Lithium mehr kaufen. Leider wissen die Autohersteller oft selbst nicht wo ihr Li in den Akkus herstammt, denn die meisten kaufen die fertigen Zellen in China.
Greift Euch doch mal selbst an die Nase: Wer fragt denn schon beim Kauf eines Smartphones oder Akkuschraubers ob das Lithium und Cobalt aus Chile oder Kongo stammt! Des Weiteren ist die Lithiumzelle nicht das Ende der Batterieentwicklung. Die Zellchemie wird immer besser und der Einsatz von Lithium und Cobalt immer geringer. Ebenso gibt es bald auch andere Akkus aus anderen chemischen Elementen. So gibt es auch schon eine Batterie aus Zucker oder aus Salzwasser.
Nun seit Ihr Politiker wieder gefragt. Es müssen Gelder her für die deutsche Batterieentwicklung und Herstellung mit ökologischen Elementen. Baut Fahrradwege und macht das Bahnfahren wieder atriktiv. Nicht nur meckern und Mythen in die Welt setzen sondern sinnvolle Auswege finden ist die Devise. Ich versuche es mit „second Life“ von Batteriezellen die im Müll lagen.