Earth Hour

Am vergangenen Samstag war „Earth Hour„. Die Earth Hour (deutsch Stunde der Erde) ist eine weltweite Klima- und Umweltschutzaktion in Form des Ausschaltens öffentlicher Beleuchtung. Sie wurde 2007 vom WWF Australia ins Leben gerufen und findet seitdem jedes Jahr im März statt. Ziel der Earth Hour ist es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Klimaschutz zu lenken.

Alle konnten mitmachen indem man von 20:30 bis 21:30 Uhr für eine Stunde das Licht ausschaltet. Wie wird diese Aktion eigentlich von den Menschen wargenommen? Da wir uns inmitten in der Corona-Kriese befinden tritt die Aktion „Earth Hour“ eher in den Hintergrund.
Jedoch auch in den vergangenen Jahren hatte ich den Eindruck, dass die Aktion für den Klimaschutz wenig Interesse und Zuspruch findet. Ja, viele machen mit aber was ändert sich danach in deren Köpfen und Taten?

Ich habe diesen Tag und diese spezielle Zeit zur Anregung genommen mal etwas zu Testen was mir schon lange am Herzen lag. Da ich mehrer Solarstromanlagen und Batteriespeicher habe wollte ich die Earth Hour mal ohne Netzstrom verbringen und damit meine Strom-Autarkie testen. D.h. mal mind. 1 Stunde ohne Netz-Strom-Bezug. Wie ist das mal eine Stunde komplett ohne Netz-Strom zu sein und was geht alles mit Solarenergie? Dazu musste auch meine Frau mitspielen und sie wollte im Wohnzimmer bei Licht in den Fernseher schauen, ggf in der Küche was aus dem Kühlschrank holen und auf die Toilette gehen. Wenn der Strom aus ist geht das alles nicht. Kein Licht, kein TV und die Toilettenspülung geht wegen Regenwasserspülung auch nicht. Somit stand fest was alles mindestens Laufen muss. Der Kühlschrank und die Gefriertruhe überleben auch mal eine Stunde ohne Strom.

Ich habe schon lange einen 12V-Wechselrichter und eine große Batteriebank. Die letzten Tage waren sehr sonnig und der Batteriespeicher war vollgeladen. Die 24V-Speicherbank im Keller war ebenfalls zu 80% geladen und somit konnte das Experiment stattfinden. Schnell war der TV mit Antennenempfänger auf die 12V-Anlage umgesteckt. Beim Wohnzimmerlicht bin ich schon seit Jahren auf 12V-LEDs umgeschwenkt. Im Bad und der Küche wurden schnell ein paar Stehlampen mit Verlängerungskabel an den 12V-Wechselrichter angeschlossen. Die Lüftungsanlage als Grundlast sowie das Regenwasser-Hauswasserwerk wurden über den 24V-Wechselrichter im Keller versorgt. Um 20:30 Uhr war alles angeschlossen und danach drehte ich die 3 Haussicherung aus dem Sicherungsschrank.
Plönk, Autsch, war das schlagartig dunkel. Hätte wohl besser ne Taschenlampe mitgenommen. Ich tastet mich langsam vorsichtig aus dem dunklen Keller in die Wohnung zurück. Meine Frau saß bei Licht im Wohnzimmer und schaute fern. Haste was gemerkt, fragte ich? Nö, sagte sie.

Da mein Zuhause via selbstgebauten Smart Home überwacht und gesteuert wird ging da erstmal auch nichts mehr. Tja, auch der Netzwerk-Router hatte keinen Saft mehr. Also auch ans Solarstromnetz angeschlossen und neu hochgebootet.

Solarstrom und Lastgang

Nach ca. 1,5 Stunden war der Spuk vorbei, Sicherungen wieder rein und Licht an.

Stromverbrauch Einzelgeräte

Die 12V-Bleibatterie hatte mit ca. 150 Watt an Last doch zu kämpfen und ging von der Spannung ganz schön in die Knie. Auch die 24V-Anlage hatte mit einem Toilettengang mal kurz ein Spannungstief. Ansonsten schätze ich, dass ich mit Solarstrom ein paar Stunden durchhalten könnte.

Chaos Deutsche Bahn

Der Rosenmontag 2020 wird mir lange Zeit in Erinnerung bleiben. Als ich am 25.02.2020 mit der Regionalbahn von Darmstadt Nachhause fahren wollte blieb der Zug kurz vor Bickenbach am Bahnhof stehen. Der Lokführer meldete per Lautsprecherdurchsage ein gestörtes Signal. Nach eine Stunde kam die Durchsage das komplette Stellwerk bei Bickenbach wäre ausgefallen und der Zug könnte erstmal nicht weiterfahren. Nach 3 Stunden konnte uns ein Notfallhelfer mit schritttempo in den Bahnhof Bickenbach leiten. Die Aussagen wie es weiter geht waren widersprüchlich und falsch. Erst sollten wir einzeln aussteigen, es würden Busse auf uns warten und uns nach Bensheim-Auerbach fahren. In Wirklichkeit konnten wir alle auf einmal aussteigen und Busse waren keine da. Ich habe an der Bushaltestelle 1/4 Stunde in der Kälte gewartet und es kam und kam kein Bus.

Anzeigetafel im Zug.

Ich bin um 16:30 Uhr in die RB68 eingestiegen und war um 21:04 Uhr Zuhause! Ach ja, man sollte am nächsten Tag eine spezielle Nummer anrufen um eine Entschädigung zu bekommen. Die erste Nummer aus Durchsage war falsch und bei der Zweiten flog man nach 5 Minuten aus der Warteschleife. Bis heute habe ich von der Deutschen Bahn keine Antwort auf meine Beschwerde erhalten sowie keine Entschlädigung. Alles Lügen und ein katastrophales Mismanagement. Die habe echt keinen Plan und mein Vertrauen in die DB ist im Keller!

Energie- und Baumesse Bensheim

Das Klimasschutzbündnis Bergstrasse war mit einem eigenen Stand auf der Energie- und Baumesse in Bensheim. Ich war etwas enttäuscht von den teilweise lieblosen Ständen der Messe-Aussteller. Als ich von vielen Jahren als Energieberater auf dieser Messe war hatten die Aussteller noch interessante Neuigkeiten und Objekte zu zeigen.

Das Klimaschutzbündnis Bergstrasse war in unserem Fall durch die BürgerSolarBeratung gut besetzt. Wir konnten auch sehr viele Gespräche führen und entsprechend viele Flyer verteilen. Wie man auf dem Bild erkennen kann setzen wir auf Photovoltaik, Elektromobilität, Energiesparen durch ökologische Dämmstoffe und die Energiewende.

Tisch auf unserem Messestand

Natürlich besteht das Klimabündnis aus viel, viel mehr Organisationen und auch gesellschaftliche Gruppen und Firmen.

Twizy 12V Batterie ausgetauscht

Am letzten Donnerstag wollte ich mit meinem Twizy zum Treffen des Klimaschutzbündnisses nach Bensheim fahren. Leider streikte der Twizy zum ersten mal nach 6 1/2 Jahren und verweigerte den Dienst.

12V Starterbatterie Twizy

Grund war – und darauf hatte ich schon lange gewartet – die 7 Jahre alte Starterbatterie. Das kleine 12 Volt Ding war nun nach über 7 Jahren (22.10.2012) endlich putt. Nö, kaputt war sie eigentlich nicht, sie hatte nur hat sie keine Power mehr. Denn das Starten, mit Licht, Frontscheibenheizung und Scheibenwischer war dann doch zu viel für die betagte Dame.

12V Spannung zu gering

Laut Renault wird sie normalerweise schon nach 4 bis 5 Jahren standardmäßig ausgetauscht. Sie ist aber ein Verschließteil und hätte mich trotz 6 Jahren Garantie über 200,- Euro gekostet. Nun hatte ich mir schon vor Monaten eine passende Ersatzbatterie bei Voelkner für 30 Euro gekauft und konnte somit am Samstag einen Batterietausch vornehmen. Jetzt läuft der Twizy wieder wie geschmiert.

Jahresrückblick 2019

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende und ich ziehe Resümee. Gestarte war das Jahr 2019 mit der üblen schwedischen Studie zur schlechten Ökobilanz der Elektroautos. Naja, mittlerweile kam im Dezember eine Korrektur der groben Schätzung und die Aussagen wurden korrigiert. Jedoch bleibt in den Köpfen der Menschen der Makel, ein E-Auto müsste 120.000 km fahren um den CO2-Rucksack aufzuarbeiten, hängen. Die Medien in Funk und Fernsehen habe ihr bestes getan diesen Mythos noch fester in die Köpfe einzubrennen. Das wird ein hartes Stück arbeit diese Vorurteile auf zu arbeiten.

An der Situation der zugeparkten Ladesäulen hat sich noch nichts geändert, wie ich heute wieder schmerzlich erfahren musste. Wenn es in Zukunft mehr E-Autos und Ladesäulen geben soll muss sich auch hier etwas grundlegendes ändern. Entweder muss mehr Aufklärung erfolgen oder die Geldstrafen müssen erhöht werden. Ich wäre sogar fürs kostenpflichtige abschleppen. Schlimmer ist es jedoch wenn sogar E-Autos dort parken und nicht laden. Auch diese sollten fett zu Kasse gebeten werden.

So beschäftigten mich nicht nur die Falschparker an den Ladesäulen sondern auch die Kosten für den geladenen Strom. Ich habe viele Ladekarten ausprobiert und hoffe, dass es irgendwann nun noch Giro-e gibt. Mittlerweile zahle ich fast alles was ich einkaufe mit meiner NFC-Bankkarte. Ich bräuchte gar kein Bargeld mehr und könnte alles mit Karte zahlen. Warum muss ich eigentlich an der Kasse im Supermarkt immer noch vorher sagen, dass ich mit Karte zahlen will. Warum geht das nicht gleich so! Wann kommt der Tag an dem der Barzahler extra sagen muss: „Ich will mit Bargeld zahlen!“.

Leider sind aus vielen großen Projekten Rohrkrepierer geworden. Die Aktion „Meine Klimaschutz“ von CO2-Online ging schon in die Hose bevor es richtig losging. Ich habe seit über einem Jahr nichts mehr von denen gehört. Das Schade, sehr schade. Vom Interview beim NDR hatte ich mir auch viel versprochen, jedoch wurde auch das ein Rohrkrepierer.

Die Autoschau in HP bleibt in Punkto Elektromobilität ein Sackgasse. Irgendwann wird es eine Verbrenner-Museumsschau 🙂

Und von den Versprechungen der Deutschen Bahn bzgl. Pünktlichkeit kann man eigentlich nur noch Lachen. Die DB kann doch keiner mehr ernst nehmen. Ich müsste jeden Monat mind. einen Tag länger Arbeiten um meine Fehlzeiten durch die Zugverspätungen auszugleichen. Kann da mal jemand ausrechnen wie hoch der wirtschaftliche Schaden ist den die DB mit Ihrer Misswirtschaft erzeugt.

Aber ich will nicht nur Meckern, es gab auch Gutes. So begeistern mit die Aktionen des Klimaschutz-Bündis-Bergstrasse. Die Demos der FFF im Kreis Bergstrasse finde ich toll und versuche dort immer mit zu laufen. Ich hoffe, für das Jahr 2020, dass wir da noch viele Aktionen starten können und etwas sinnvolles bewegen.

Mein Motto für 2020 heißt, Bewegung bring Veränderung. Also will ich etwas bewegen und baue an der neuen Webseite für die BürgerSolarBeratung. Es muss in diesem Jahr auch eine neu PV-Anlage her und diese soll meinen neuen selbstgebauten Batteriespeicher im Wohnhaus versorgen. Mal schauen wie weit ich komme denn 2025 läuft mein Einspeisevertrag aus und dann will ich die Solarenergie selbst nutzen.

Klimaschutzbündnis Bergstrasse

Am vergangenen Freitag war ich auf der zweiten Demo des Klimaschutzbündnisses am Aktionstag „Fridays for Futher“. Wir sind auf dem Weg vom Startpunkt am Rathaus über drei Schulen zum Beauner-Platz in die Stadtmitte gelaufen.

Klimabündnis Bergstrasse

An allen Schulen haben wir beim vorbeilaufen „Aus der Schule, auf die Straße, Hey“ gerufen. Leider konnte ich nicht erkennen, dass sich ein einziger Schüler getraut hätte – durch diesen Slogan – direkt den Klassensaal zu verlassen und mitzulaufen. In den Medien werden diese Demos von FFF immer so hochgespielt und die demonstrierende der Schüler als „Schulschwänzen“ verurteilt. Von der 4.500 Schülern der 3 Schulen waren nur ca. 200 auf der Demo. Also nicht besonders viele, die Mut haben, für ihre Zukunft auf die Straße zu gehen.
Am 20.12.2019 werden es hoffentlich mehr als 400 Teilnehmer wie beim ersten mal am 20.09.2019, denn es ist der letzte Schultag in 2019.

Ladestationen Frust 32

Der Ladekarten Betreiber NewMotion war bisher mein Favorit bzgl. Ladekarte für E-Auto-Stromsäulen. Die NM-Ladekarte funktionierte fast immer an allen Ladesäulen. Ich zahlte bisher im Durchschnitt 44 Cent/kWh und das war bei wenigen 30 kWh pro Monat auch o.k. Leider wurde NM schon vor einiger Zeit von Shell übernommen und somit kommt der Strom nun von einem weltweit größten Mineralöl- und Erdgas-Unternehmen. Jetzt änderte sich auch das Logo und die App und somit ist NewMotion jetzt auch wirklich Shell. Das ist für mich ein No-Go.

NewMotion ist nun Shell

Somit landet die Karte erstmal im Schreibtisch und ich lade ab sofort mit anderen Ladekarten. Jetzt verwende ich erstmal die Ladekarte von Maingau denn dort zahle ich im Augenblick 35 Cent/kWh an Ladepunkten von Entega und GGEW. Heute ist mir aufgefallen, dass es mit der Ladekarte der Telekom Get-Charge nun 29 Cent/kWh kosten soll. Ich werde dies die Tage testen und hier berichten. Bisher war der Ladestrom der Telekom mit 89 Cent/kWh an der „Sonstige Ladestellen“ relativ teuer. Im Ladenetzverbund von LastMileSolutions (Ladesäulen Entega) sollte es bei „Bevorzugte Ladestellen“ nur 29 Cent/kWh kosten. Vielleicht ist es auf dauer doch besser lokale Energiedienstleister zu nutzen denn somit bleibt das Geld in der Region. Die Entega wäre eigentlich der lokalste Empfänger vor Ort doch leider sind die Ladekosten absolut intransparent. Man muss lange auf der Webseite suchen um einen Preis von 36 Cent/kWh zu finden. Bei der GGEW gibt es Ladekarten mit einer Grundgebühr (7,95€ pro Monat) und das rechnet sich für „Weniglader“ mit 36,89 Cent/kWh nicht.

29 Cent/kWh – Telekom Get-Charge
35 Cent/kWh – Maingau
36 Cent/kWh – Entega
37 Cent/kWh + 7,95€ pro Monat – GGEW
44 Cent/kWh – Shell (ehem. NewMotion)

Ja, Telekom ist am günstigsten:

Telekom App Ladung

Pünktlichkeitswerte der deutsche Bahn

Trau keiner Statistik die Du nicht selbst gefäscht hat. Ist die Pünktlichkeitsstatistik der DB korrekt? Ich sage nein. Zumindest gilt sie nicht für den Kreis Bergstrasse.

Meine Bahnpünktlichkeit von dieser Woche sieht wie folgt aus:

Screenshot Verspätungen

Von fünf morgendlichen Zugfahrten ist eine Fahrt später als 15 Minuten und vier Fahrten später als 5 Minuten. Das ergibt sich folgende Statistik:

Pünktlichkeit der DB

Das Ergebnis ist statistisch gesehen unterirdisch schlecht. Ich musste die Reihe 20% Prozent einfügen denn so schlecht ist die Bahn. Wer heute mit der Bahn fährt muss Zeit ohne Ende haben oder froh sein wenn er später auf die Arbeit kommt. Ich fahre ökologischer und zeitsparender mit dem E-Auto.

Twizy 70.000 km

Am 10.09.2019 habe ich mit meinem Twizy die 70.000 km erreicht. Dabei habe ich 5.068,7 kWh Zuhause geladen.

70.000 km erreicht.

Durchschnittlich lade ich seit ca. 3 Jahren an öffentlichen Ladesäulen ca. 30 kWh pro Monat.
Am 16.08.2019 habe ich zudem den Fahrakku zu einem Restwert von 1.428,- € gekauft.