Archiv für den Monat: August 2016

Stromsparwettbewerb erster Zwischenstand

Nach fast 6 Monaten möchte ich hier mal einen Zwischenstand zum Energiesparwettbewerb posten. In meinem erst Blogtext zum Energiesparwettbewerb habe ich ein Kuchendiagramm mit den größten Verbrauchern eingestellt. Leider konnte ich bisher bei der Heizung (16%) keine Einsparung verbuchen. Beim Elektroauto habe ich bisher 120 kWh (-25%) eingespart bzw. kostenlos anderweitig geladen. Die größte Energieverschwendung war wohl unsere Kühl-Gefrierkombination. Da ich keinen geeigneten und preisgünstigen Ersatz gefunden habe prüfte ich die Abschaltung des Unterteils dem Gefrierschrank. Eine Verbrauchs- und Temperaturmessung ergab eine wesentliche Einsparung durch das Stilllegen des Gefrierteils. Das Gefrierteil zieht ewta 2/3 des Stromverbrauchs. Im Plattform EcoTopTen war schnell ein idealer Ersatz gefunden. Eine Gefriertruhe sollte es nun werden. Bei Gefriertruhen bleibt die Kälte in der Truhe stehen und fällt nicht wie bei einem Gefrierschrank aus der Tür heraus. Des weiteren kann die Truhe an einem kühleren Ort aufgestellt werden.

Neue Gefriertruhr als Ersatz für den alten Gefrierschrank

Neue Gefriertruhr als Ersatz für den alten Gefrierschrank

Daraus habe ich eine Einsparung von ca. 350 kWh pro Jahr errechnet. Damit könnte aus 19 Prozent Stromverbrauchsanteil etwa 10% werden. Ebenso rechnet sich die Investition schon nach ca. 4 Jahren. Jetzt gilt es noch die Verbräuche Büro, Lüftung und Restsumme zu analysieren.

Drei Jahre Elektromobilität

Ja, drei Jahre sind es nun schon, in denen ich rein elektrisch unterwegs bin. Als ich gestern den jährlichen Termin zur Wartung beim Autohaus festlegte fragte mich die Sachbearbeiterin nach dem Kilometerstand. So ungefähr 37.000 km müssten es nun sein, sagte ich Ihr. Sie war sehr erstaunt, das ich mit diesem E-Auto schon so weit gefahren bin. Als ich dann später an meinem Twizy stand und den Kilometerzähler überprüfen wollte machte ich sofort ein Foto 🙂

Kilometerstand nach 3 Jahren

Kilometerstand nach 3 Jahren

Mir war nicht bewusst, dass ich an diesem Tag genau die 37.000 km erreicht hatte. Am Ende des Tages hatte ich 37.028 km auf dem Kilometerzähler. Mein Stromzähler zeigte nach dem Aufladen des Twizy’s insgesamt 3.031,7 kWh. Da ich etwa 90 Prozent Zuhause lade, habe ich ca. 3.335 kWh für die 37 tkm verbraucht. Das sind ziemlich genau 9 kWh auf 100 Kilometer. Das sind keine 6,3 kWh/100km wie es der Hersteller Renault angibt. Dazu kann man auch einiges bei unserem Bloggerkollegen Stromauskunft nachlesen. Soviel zum Thema Energieverbrauch und Reichweite. Super, sparsamer, effizienter und ökologischer kann man sich trotzdem heutzutage nicht mehr fortbewegen. Jederzeit wieder ein Elektroauto. Vielleicht in zwei bis drei Jahren dann dieses Modell von ACM. Dann könnte man den zweiten Akkusatz direkt Zuhause an der eigenen PV-Anlage laden.

Elektromobilität schafft Freunde

Nach fast drei Jahren Elektromobilität kann ich nur positives berichten. Als ich mir im August 2013 einen Renault Twizy kaufte war ich mit meinem Wunsch nach abgasfreier Mobilität fast alleine. Nun sind wir schon eine ganz ansehnliche Gruppe von bis zu 9 Autos und 13 Personen die sich jeden ersten Montag im Monat zum E-Auto-Stimmtisch trifft. Wir diskutieren über E-Autos, Ladekabel und Ladeinfrastuktur.

Stammtisch Elektromobilität

Stammtisch Elektromobilität Heppenheim

So wurde auch von einigen Elektromobilisten ein Verein zur freien Infrastruktur gegründet. Der neue Verein beschäftigt sich mit freiem WLAN und frei zugänglichen Ladesäulen.  Wir beraten Bürger, Firmen und auch Energiegenossenschaften beim Aufbau einer Elektroauto-Ladesäule. Sehr praktisch ist es wenn man dann die Ladeweile im freiem WLAN (ohne Registrierung) verbringen kann. Vielleicht gibt es auch bald die erste Schnellladesäule an der Autobahn A5 als Genossenschaftsprojekt.

In der Politik muss sich aber noch sehr viel ändern. Ein Graus sind mir die Ladesäulen bei denen der Ladestrom pauschal oder zeitabhängig abgerecht wird. Ich würde niemals meinen Twizy mit 6 kWh für pauschal 4,95€ vollladen. Das sind 83 Cent/kWh. Es muss in Deutschland ein neues Gesetz her, dass es den Betreibern von Elektroauto-Ladesäulen erlaubt den Strom auf die Kilowattstunde genau abzurechnen. Das dürfen bisher nur Energieversorger und nichtmal diese tun es! Entweder verschenken sie den Strom oder sie verlangen eine geringe Gebühr für ihre Ladekarten. Das ist meiner Meinung nach auch der Grund für den irren Wildwuchs von Ladepunkten mit Schlüsselschloß, Kundenkarten, App und EC-Karte. Letzteres hat eigentlich jeder und somit ist die EC-Karte für mich der einzige richtige Weg.

Weitere Infos zur Elektromobilität bei der Blogparade des Ingenieur-Verstehers.

Der nächste Schritt wäre dann das induktive Laden der Elektroautos. Hierzu der Standpunkt vom Bloggerkollegen Erhard Renz Sonnenflüsterer.