Raspberry PI

Wieder ist ein Jahr vergangen und ich ziehe ein Resümee. Dieses Jahr war geprägt von Elektromobilität und Softwareentwicklung. Ich habe viele Programme an meinem Raspberry PI entwickelt. Was ist das? Fragt sich so manch einer und für was benötige ich das?

Seit vielen Jahren erfasse ich meine Verbrauchsdaten per Computer. Jedoch muss ein PC dann rund um die Uhr laufen und im 5 Minutentakt die Messwerte in eine Datenbank schreiben. Diese Daten kann man dann per Grafik oder Diagramme auswerten. Wozu brauche ich das?
Nun, angefangen hat alles mit einer defekten thermischen Solaranlage. Wenn eine Solaranlage keine Wärme oder Strom liefert bekommt man es in der Regel selten mit. In den meisten Fällen merkt man es erst am Jahresende wenn der Wärme- oder Stromertrag nicht stimmt. Mit einer Computerüberwachung kann man jederzeit online auf die Betriebsdaten der Anlage schauen.

Im letzten Jahr lief dieses Logging noch auf Intel-PCs mit einem Betriebssystem von Windows. In diesem Jahr arbeitete mein Raspberry PI mit Betriebssystem Linux ohne Probleme durch. Dabei verbrauchte der Raspberry nur 3,5 Watt in der Stunde (30 kWh/a = 9 €/a). Als Energieberater und Energiesparmeister lege ich auf einen niedrigen Energieverbrauch besonders viel Wert.

Welche Daten erfasse ich nun mit dem Einplatinencomputer:

  1. Temperaturen: Außentemperatur, Raumtemperatur, Abgastemperatur-Gastherme, Wassertemperatur Solarspeicher, Nachheizung Warmwasser, thermische Solaranlage Vorlauf usw…
  2. Stromverbrauch: alle 3 Phasen, Heizungsanlage, Arbeitszimmer, Einzelgeräte (TV, Wasserkocher, Waschmaschine, Kühlschrank, Lüftungsanlage, Computer, uvm…) und natürlich den Energiebedarf meines Elektroautos.
  3. Sonstiges: Gaszähler in m3, Photovoltaikanlage, Solarspannung und -stromertrag 12 Volt-Insel-PV-Anlage, automatisches Ein- und Ausschalten der 12 Volt-Nachladung.

Welche Ergebnisse man aus den Daten ziehen?

Mein Kühlschrank ist ein Erbstück mit hohem Alter und genau so hoch ist auch der Energieverbrauch. Die Heizungsanlage läuft nicht ideal. Zu hohe Taktraten und die Nachabsenkung ist nicht zufriedenstellend. Des weiteren benötigt die Heizung zu viel Strom wenn sie nicht heizt (Standby = 100 Watt). Die Wärmedämmung des thermischen Solarspeichers ist mangelhaft. In drei Tagen ist das, von der Sonne erwärmte, Brauchwasser wieder kalt. Die Spülmaschine ist beim Aufheizen ein Strom-Energiefresser. Hier wäre eine Spülmaschine mit WW-Anschluss bestimmt sparsamer. Die Lüftungsanlage verbraucht 30 Prozent mehr Energie wenn die Filter verschmutzt sind.

Somit sind die Projekte und Vorsätze für nächstes Jahr schon vorgegeben. 🙂

Fröhliche Weihnachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Euer Energiesparmeister.

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