3. Tag der Elektromobilität in Darmstadt

Ein Strahlender Sonnenschein, zahlreiche Aussteller und ein attraktives Programm lockten am 9.04.2017 tausende Besucher in die Darmstädter Innenstadt. Am Sonntag konnte im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags zudem gemütlich durch die Fußgängerzone gebummelt und geshoppt werden.
Auch unsere privaten Elektroautos vom Verein Freie-Infrastruktur waren mit dabei.

3. Tag der Elektromobilität mit den E-Autos vom Verein Freie Infrastruktur

Auf dem Bild sind 8 Elektrofahrzeuge abgebildet. Bitte mal durch zählen. Wer findet Fahrzeug Nr.8 ? Tja, auch die Straßenbahn im Hintergrund ist ein Elektrofahrzeug zur Fortbewegung 🙂

Viele tolle Gespräche. An ein Gespräch kann ich mit besonders gut erinnern. Warum seit Ihr hier? Fragt mich ein Besucher. Wir sind hier um zu zeigen das Elektromobilität möglich ist und man keine Angst vor der Reichweite haben muss. Der fragende Besucher sagte dann: „Und warum machen das nicht die Autohändler?“ Das konnte ich Ihm nicht beantworten.

Ladestationen Frust die Siebzehnte

Bisher war das Thema ubitricity immer nur mit Frust verbunden weil man zum Laden das SmartCable benötigte. Seit ein paar Tagen kann jeder E-Auto-Fahrer auch mit seinem eigenen Ladekabel per QR-Code laden. Dazu wird nur ein einfacher QR-Code Scanner benötigt. Damit gelangt man auf die Webseite von ubitricity und kann dort mittels Kreditkarte die Ladesäule freischalten.

Anleitung zum Freischalten des ubitricity Ladepunktes.

Ohne SmartCable kann der Stromverbrauch an der Säule nicht gemessen werden. Aus diesem Grund wird mit einem Zeittarif abgerechnet. Man kann bei der Freischaltung zwischen 1 und x-Stunden wählen. Dabei wird die Stunde mit pauschal 2,- Euro abgerechnet.
Mit meinem Twizy wäre das ein Strompreis von 0,87 Euro/kWh. Wenn man ein E-Auto hat das einphasig 20 Ampere laden kann so bekommt man 4,6 kWh für 2,- Euro (0,43 €/kWh).

Ladepunkte Bensheim: blau aktive Ladepunkte, hellblau geplante Ladepunkte, gelb Idee Ladepunkte

Immerhin gibt es im Kreis Bergstrasse schon ein gutes Duzent dieser Ladepunkte und laut Energieversorger sollen noch 30 weiter bis zum Jahresende folgen. Ich werde weiter berichten.

Nachtrag: Melde erfolgreiche Ladung am Ladepunkt in Zwingenberg mit QR-Code Scanner.

Erfolgreiche Ladung mit QR-Code App.

Erfolgreiche dritte Sonderschau Elektromobilität 2017

Wiedereinmal war die Sonderschau Elektromobilität in Heppenheim ein voller Erfolg. Mit dem neuen Standplatz auf der Terrasse vor dem Hotel Halber Mond hatten wir einen absoluten Glücksgriff.

Sonderschau Elektromobilität Hotel Halber Mond

Zwar hatten die Besucher einen weiteren Weg über die B3 zu unserem Stand, jedoch waren dort auch nur Gäste die sich speziell für die Elektromobilität interessierten. Der Veranstalter der Autoschau hatte uns mit seiner spontanen und unüberlegten Umdisponierung des Stellplatzes kurzerhand hinausgeekelt. Somit war dann kein Platz mehr auf dem Parkhof und alle E-Fahrzeuge standen am Hotel Halber Mond. Auch der Sponsor die GGEW sowie die Metropolregion-Rhein-Neckar waren von dieser Einschränkung betroffen. Ohne zu zögern haben wir die GGEW und die Metropolregion-Rhein-Neckar mit dem Ampera und dem Mercedes E-Cell bei uns aufgenommen. Im Nachhinein hat sich das als eine absolut konstruktive Kooperation erwiesen.

Sonderschau, Terrasse Halber Mond

Die NewMotion-Ladesäule war das Highlight auf unserem Stand und wurde aktiv von den Elektromobilisten aus dem weiteren Umgebung genutzt. Vielen Dank an den Vorstand der Energiegenossenschaft Starkburg die uns die Säule kostenlos zur Verfügung stellten. Unser Ladepark mit Baustromverteiler sowie der Shuttle-Service mit BMW-i3 wurde eifrig genutzt. Auch hier nochmals vielen Dank an den Sponsor die GGEW.

Ladesäule NewMotion

Ebenso herzlichen Dank an das Team vom Halben Mond die uns mit Strom und Getränken versorgten. Die Vorträge auf der Kleinkunstbühne im Felsenkeller vom Halben Mond waren ebenso sehr gut besucht. Leider kam eine Podiumsdiskussion mangels politischer Vertreter nicht zustande.

Sonderschau Elektromobilität

Zum Schluß auch einen Dank an die vielen E-Auto-Fahrer, die dort ihre privaten Elektroautos zur Verfügung stellten und die viele, viele Stunden als erfahrene Berater auf der Sonderschau Elektromobilität 2017 tätig waren.

Sonderschau Elektromobilität 2017

In diesem Jahr wird die Sonderschau Elektromobilität über unseren Verein Freie Infrastruktur Bergstrasse e.V. organisiert. Eines der primären Ziele unseres Vereins ist es, die Elektromobilität in unserer Region erlebbar und begreifbar zu machen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dazu gehört es auch, dass wir zeigen wollen, wie einfach es ist, ein Elektrofahrzeug aufzuladen.

Stellplan der Autoschau, Links der Halbe Mond mit unserer Sonderschau.

Die Ausstellung wird dieses mal aufgesplittet in eine kleine E-Auto-Ausstellung auf der Autoschau 25. und 26.03.2017 und zeitgleich beim Hotel Halber Mond in Heppenheim. Dort werden Vorträge und ggf. eine Podiumsdiskussion stattfinden. Vielen Dank an den Hoteldirektor Jeroen Maes für seine Unterstützung. Dort werden wir auch ein Elektroauto-Ladesäule aufbauen und live zeigen wie einfach Elektroauto geladen wird.

Bergsträsser Anzeiger:
Starkenburger Echo:

Weitere Infos zum geplanten Programm:

  • Samstag, 14:00 Vortrag: „Status der E-Mobilität an der Bergstraße“
    Samstag, 15:00 e-mobiles Forum und Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auf der Kleinkunstbühne im Kellergewölbe Halber Mond
  • Sonntag, 14:00 Vortrag: „Elektromobile Erfahrungen in den Niederlanden (unser Nachbarland zeigt, wie E-Mobilität funktioniert)“
    Sonntag, 15:00 e-mobiles Forum und Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auf der Kleinkunstbühne im Kellergewölbe Halber Mond
    Sonntag, 17:00 Auslosung der Preise aus dem e-mobilen Quiz am Hotel Halber Mond ganztägig Samstag und Sonntag: Ladepark für Elektroautos auf dem Europlatz und elektrischer Shuttle-Service zwischen Europaplatz und Ausstellungsgelände

Energiesparwettbewerb Endstand

Am 1.03.2017 ist der einjährige Stromsparwettbewerb der Wirtschaftsförderung Bergstraße zu ende gegangen. Als Energiesparmeister sind wir natürlich schon im voraus sehr energiesparend und trotzdem konnten wir die Energiespar-Schraube ohne Komfortverlust noch weiter anziehen. Hier nun mein Ergebnis zur eingesparten Energie:
Der alte Stromverbrauch lag 2015/2016 bei 3.766 kWh/Jahr. Davon sind 1054 kWh für mein Elektroauto verbraucht worden. Also 2712 kWh für unser  kleines Fachwerkhaus mit 140 qm und zwei berufstätigen Bewohnern. In diesem Stromsparjahr haben wir nun 3.175 kWh verbraucht und davon waren 880 kWh für den kleinen Elektroflitzer. Somit verbleiben 2295 kWh für das komplette Wohnhaus. Insgesamt betrug die Ersparnis (3.766 – 3.175) = 591 kWh. Das ist eine Einsparung von 15,7 Prozent. Für den alleinigen Haushalt sind dies 417 kWh und 15,4 %.
Womit kann man nun 15 % Energie im Jahr einsparen? Zuerst einmal durch eine genaue Untersuchung der Verbraucher um Stromfresser aufzudecken. Dazu hatte ich über ein Jahr lang Zwischen-Stromzähler an 12 großen Haushaltsgeräten angebracht u.a. an unserer Kühl-Gefrierkombination. Dabei stellte sich heraus, dass diese alte Ding locker 716 kWh im Jahr verbraucht. Dabei verschlang das Gefrierteil 2/3 des Stromverbrauchs (Einzelmessung). Zum Glück konnten wir das untere Gefrierschrankteil separat abschalten und eine Gefriertruhe kaufen. Leider war am Einzugstag der Gefriertruhe schon die Hälfte des Energiesparjahrs  herum. Trotzdem konnten wir mit der Energiesparkiste (A+++) 190 kWh in einem halben Jahr einsparen. Der nächste große Brocken war unsere Wohnraumlüftungsanlage. Sie verbraucht im (Nacht-) Sparmodus 278 kWh pro Jahr. Also eine Lüftungsanlage muss nicht immer im Tag-Betrieb mit 0,5 fachem Luftwechsel laufen. Nach meiner Erfahrung nach müssten man hierzu viele Fachbücher umschreiben. Auch ein Luftwechsel von 0,25 reicht in einem Wohnhaus absolut aus. Die Zahlen bedeuten, dass bei 0,5 alle 2 Stunden die Luft im Gebäude einmal
ausgetauscht wird (0,25 = alle 4 Stunden). Diese Einstellung hatten jedoch schon lange so eingestellt und somit brachte dies keine Veränderung. Die eigentliche Ersparnis erzielten wir durch das Abschalten der Lüftungsanlage wenn wir nicht Zuhause sind. Dies konnte ich nur mit einer Handy-App und einem selbst programmierten Raspberry umsetzen. Die App ist so eingestellt, dass sie feststellt wenn man seine Home-Zone verlässt. Danach sendet sie einen Befehl an den Raspberry und dieser schaltet über einen Funkschalter die Lüftung aus. Damit kamen wir auf 198 kWh/Jahr mit fast 80 eingesparten Kilowattstunden. Weitere kleinere Einsparung wurden durch sonstiges wie z. B. Beleuchtung mit LEDs erzielt.

Vergleich Stromverbrauch

Viele Kleinverbraucher werden bei mir auch über die 12-Insel-PV-Anlage mit Gleichstrom versorgt. So konnte ich schon im sonnigen Februar einige Stunden meinen PC und TV mit Gleichstrom versorgen und den Wechselstrom einsparen. Dabei muss nicht jeder auf ein Gleichstromsystem umstellen sondern vielleicht auf „Solar to go“ beim Sonnenflüsterer.
Ich sehe es persönlichen als großen Erfolg immer noch Energiesparpotentiale zu finden und weiter an der Energiespar-Schraube zu drehen. Im nächsten Schritt kommt die Heizung in die Schraubzwinge. Bei 600 kWh Stromverbrauch im Jahr wird es doch möglich sein durch
intelligentes Steuern mit dem Raspberry ein paar Kilowattstunden heraus zu quetschen ohne kalt zu sitzen. 🙂

Verrückte Zeiten

Oder völlig planlos? Der Aufbau der deutschen Ladeinfrastruktur ist chaotisch!
User lokaler Energieversorger baut weiterhin auf günstige Ladesäulen (-punkte) mit teurem Spezialkabel. Die vier ersten kostenlosen Ladesäulen im Kreis Bergstrasse werden jetzt kostenpflichtig. Dazu hat der Versorger neue RFID-Ladekarte ausgegeben und gleichzeitig einen Fragebogen verteilt. Er will damit herausfinden welche Abrechnungsformen bevorzugt werden. Hier die Vorschäge: Pauschaler Tarif = €/Ladevorgang, Ladezeitbasierter Tarif = €/Stunde, Flatrate Tarif = €/Monat, Standzeitbasierter Tarif = €/Stunde oder verbrauchsorientierter Tarif = €/kWh.
Der darmstädter Energieversorger will nun ebenfalls groß einsteigen und 100 Ladesäulen in Südhessen aufbauen. Hoffentlich sind das auch keine leeren Versprechnungen denn das lokale EVU hat schon 2014 etwa 50 Ladesäulen versprochen und bis heute erst 12 Stück aufgestellt.
Vielleicht kann das unsere Energiegenossenschaft in Heppenheim besser. Jede Kommune die von der Energiegenossenschaft für ihre Liegenschaften Strom bezieht bekommt als Bonus eine Ladesäule aufgestellt. Den Strom gibt es erstmal kostenlos bis sich eine Abrechnung lohnt.
Schön wäre es wenn die Energiegenossenschaft auch Dachflächen in der Kommune für PV-Anlagen benutzen könnte. Dann könnten man die E-Autos direkt Vor-Ort mit Solarstrom laden. So beschreibt es auch mein Bloggerkollege Jörg Heidjann auf seine Blogseite. Also viele Wege führen nach Rom. Welcher Weg der Richtig ist werden die Nutzer entscheiden denn nur dort wo viel geladen wird amortisieren sich die Investition in eine öffentliche Ladesäule.
Meiner Meinung nach ist der Standort, Preis €/kWh und Zugänglichkeit per RFID via Netzverbund entscheidend.

Ladestationen Frust die Sechzehnte

Nach meinem Vortrag über die Ladeinfrastruktur bei den Bürgern für Bensheim im Hotel Felix gibt es immer wieder vermehrt Probleme mit den Ladepunkten in Bensheim und Umgebung. Mit Ernüchterung muss ich feststellen, dass die Energieversorger, die E-Autofahrer und Stadt- / Gemeindeverwaltungen nicht mit dem erforderlichen Ernst an das Thema Elektromobilität und Ladeinfrastruktur herangehen. An der Ladesäule am Rathaus in Alsbach-Hähnlein wurde der E-Dienstwagen der Gemeindeveraltung einfach vor der Ladesäule geparkt ohne das Ladekabel anzuschließen.

Elektroauto der Gemeindeverwaltung an der Ladesäule in Alsbach

Leider geschieht dies auch immer öfters und so auch in Seeheim. Dort wurde der Opel Ampera Abends abgestellt, geladen und bis morgens an der Ladesäule geparkt.

Aber auch die Elektroautofahrer selbst sind nicht besser. Als ich am Freitag gegen 14:30 Uhr an der Ladesäule in Seeheim laden wollte war diese Säule durch zwei ZOE ’s belegt. Beide waren am laden. So weit so gut, jedoch war der schwarze ZOE bei 97 Prozent. Der blaue ZOE hatte eine Ladescheibe hinter der Windschutscheibe liegen und ich mailte ihn an ob er den schwarzen ZOE-Fahrer kenne. Ich habe eine halbe Stunde gewartet und musste dann mit fast leerem Akku ins Training zu meiner Frau fahren. Bis dahin hatte der schwarze ZOE auf 99 % geladen und war somit voll geladen. Er hätte – wenn es eine Telefonnummer gegeben hätte – sein Elektroauto wegfahren können, oder?

ZOE’s an der Ladesäule in Seeheim.

Nach unserem Training fuhr ich zwangsweise wieder an die gleiche Säule zurück und um 17:00 Uhr standen immer noch beide ZOE’s vor der Ladesäule. Jedoch hatte ich Glück und der Fahrer des blauen ZOE’s hatte auf meine Mail reagiert und koppelte seinen ZOE ab damit ich laden konnte. Nochmals vielen Dank Ingo. Danach ging ich mit meiner Frau zum Löwen essen. Als ich um 19:00 Uhr wieder an der Säule kam war mein Twizy zu 85% geladen und der schwarze ZOE stand immer noch voll geladen an der Ladesäule. Somit erhält diese E-Auto-Fahrer als erste Elektromobilist den Meistertitel „BAD CHARGER„.

Ladestationen Frust die Fünfzehnte

In der Kreisstadt Heppenheim gibt es nun seit Anfang des Jahres 4 neue Ladepunkte vom örtlichen Energieversorger. Die Stadt Heppenheim investiert in die Zukunft.

Zwei Ladepunkte in der Tiefgarage, Drogerie Müller

Zwei Ladepunkt an der Wand. Ein Ladepunkt Tiefgarage Bürgerbüro

Diese SimpleSocket’s von ubitricity sind leider nur mit dem speziellen SmartCable benutzbar.

SmartCable von ubitricity.

Diese SmartCable muss man leider kaufen oder mit einen teuren Mobilstromvertrag nutzen. Man kann es auch im Bürgerbüro und bei der Drogerie Müller in Heppenheim ausleihen.
Nach 18:00 bzw. 19:00 Uhr ist dies nicht mehr möglich und Sonntags geht dann gar nichts.
Naja, ist das der richtige Weg?

Vielleicht sollte der Energieversorger mal auf die Elektroautofahrer hören.

Wer laden will, muss leiden: Fahrer von Elektroautos berichten

Mehr zum Thema „Optimierung der Ladeinfrastruktur“ von meinem Bloggerkollegen Daniel Bönnighausen sowie „Wie die Tankstelle der Zukunft aussieht“ von Frank Urbansky.

Jahresrückblick 2016

Das Jahr 2016 ist fast zu Ende und ich möchte ein Resümee ziehen. Ein Großteil meiner Bloggertexte handelten in diese Jahr von der Elektromobilität. Im vergangenen Jahr war die Vereinsgründung der Energieblogger sowie die Gründung des Verein www.freie-infrastrukturen.de ein wichtiger Meilenstein. Die Elektromobilisten haben sich 12 mal im Jahr zu einem Stammtisch getroffen. Dies wird auch in 2017 so weitergehen und ich hoffe wir werden, auch im Bezug auf die WLAN- und Lade-Infrastruktur, etwas bewegen. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Kreis-Bergstraße ist leider dieses Jahr nicht besser geworden. Im Gegenteil der Ausbau stagniert und durch die gestiegene Anzahl der Elektroautos kommt es immer häufiger vor, dass Ladesäulen belegt sind. Der örtlich Energieversorger wollte schon 2014 insgesamt 50 Ladepunkte installieren. Bis heute sind es nur 15 Ladepunkte geworden. Bisher waren die Ladepunkte an den Mennekes-Ladesäulen für Energiekunden kostenlos. Dies soll sich 2017 ändern. Dann sollen neue Ladekarten die Zugangsberechtigung zu kostenpflichtigem Strom geben. Wie das funktioniert und wie viel der Strom kostet sollte wurde mir noch nicht mitgeteilt. Das ubitricity SmartCable-System wird bisher immer noch von den privaten E-Auto-Fahrern abgelehnt. Bei der Stadt Bensheim und einigen Gewerbebetrieben wird das System Schritt für Schritt eingeführt. Mit einem Mobilstromvertrag des Energieversorgers bekommt man das SmartCable kostenlos und die Kilowattstunde für 50 Cent. Das ist, unserer Meinung nach, der falsche Weg und führt nicht zu einer freien Infrastruktur für Elektromobilität. Hier muss unser Verein eingreifen und aktiver werden. Im Bezug auf Reichweitenangst und Ladeinfrastruktur kann man auch viel bei meinem Bloggerkollegen Daniel Boennighausen nachlesen.
Vor einem Jahr schrieb ich in mein Resümee auch etwas zum meinem eigenen Smart Home mit den Raspberrys. Dazu hat sich einiges geändert. So sind z.B. die Funksensoren von Arexx komplett entfallen und durch digitale 1-Wired-Sensoren ersetzt worden. Der Verbrauch an AAA-Batterien war zu hoch und der Betrieb zu oft gestört. Mittlerweile laufen drei Raspberry mit unterschiedlichen Funktionen. Einer Überwacht die 12-Volt-Akkuanlage, einer den Stromverbrauch über Plugwise und der letzte die 1-Wired-Temperatursensoren im Heizungskeller. Leider sind in diesem Jahr zwei Raspberrys abgestürzt und viele Daten gingen verloren. Somit wird nun regelmäßig ein Backup erstellt und die Daten auf einen anderen Server gesichert. An der 12-Volt-PV-Anlage sind viele einzelne Bleibatterien ausgefallen. Als die Akkukapazität kritisch wurde kaufte ich mir zwei neue Solarbatterien mit jeweils 120 Ah.

Der aktuelle Energiesparwettbewerb läuft noch bis Ende Februar. Jedoch konnte ich durch eine neue Gefriertruhe und mehr Zwischenladungen des Twizys ca. 400 kWh Strom einsparen. Das sind etwa 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs. Aktuell läuft ein Raspberry Testprogramm zur Abschaltung von Stromverbrauchern beim verlassen der Homezone. Damit können bestimmt nochmal 10 Prozent Energie eingespart werden.

Ladestationen Frust die Vierzehnte

Nun ist es soweit: Die Anzahl der Ladesäulen im Kreis-Bergstraße reichen nicht mehr aus. Als ich gestern Abend in Seeheim an der Mennekes-Ladesäule laden wollte waren diese durch einen Opel Ampera und Renault ZOE belegt. Ich habe die Ladeanzeige an den beiden Seiten der Säule über einige Minuten beobachtet und diese veränderte sich nicht mehr. Das bedeute für mich, dass beide E-Autos voll geladen waren. Tja, was soll ich davon halten? Der Energie-Versorger blockiert mit seinem eigenen E-Auto die Ladesäule. Ich finde es äußerst unkollegial sein E-Auto auch im voll geladenen Zustand an der Ladesäule stehen zu lassen.

Belegte Ladesäule in Seeheim am 08.12.2016

Ich konnte, Gott sei dank, bei einem Bekannten in Seeheim an der Garage laden und einige Stunden später den Heimweg antreten.