Archiv für den Monat: Februar 2018

Energiekarawane als Auslaufmodell

In Lorsch gab es schon 3 Energiekarawanen und die letzte Karawane war 2016. Leider haben sich damals nur 35 Hausbesitzer auf das kostenlose Beratungsangebot der Stadt Lorsch gemeldet. Deshalb hat der Magistrat beschlossen, 2018 kein neues Angebot zu machen, berichtete Bürgermeister Christian Schönung in der Sitzung des Bauausschusses. Es sei derzeit schwierig, Menschen dafür zu begeistern.
Ich dachte damals auch, dass sich – ohne Festlegung eines Quartiers – mehr Immobilienbesitzer melden würden. In der Ausschuss-Sitzung gab es gute Fragen und Anregungen von PWL, SPD und Grünen. Leider wurde diese vom Bürgermeister, nach meinem Eindruck, nicht ernst oder nicht wahrgenommen. Man könnte doch von der Stadt einen Energieberater ganzjährig direkt beauftragen. Nein, dafür würde man ja jedes Jahr direkt an die Energieagentur Bergstraße zahlen. Es gibt für den Beitrag der Stadt Lorsch jedoch nur eine Initialberatung in den Büros der Energieagentur in Heppenheim. Leider kommt keiner der Energieberater direkt zu ihnen Nachhause. Die SPD wollte wissen ob es nicht eine Möglichkeit gäbe den Grund das geringe Interesse herauszufinden. Vielleicht hätte man mal die beratenden Energieberater der Energiekarawane fragen sollen! Welcher Hausbesitzer im Rentenalter will denn nochmal einen Kredit aufnehmen bei Amortisationszeiten über 20 Jahren. Lieber zahlt man am Ende des Jahres mit Schmerzen seine hohen Heiz- und Stromkosten. Leider kam zu diesem Thema keine Anregung von der FDP und der BfL. Schade eigentlich, da der anwesende FDP’ler doch selber Energieberater ist. Generell hatte ich den Eindruck, dass die anwesenden Bürgervertreter in Sache Energie nicht sehr kompetent sind. Mit meinen Angebot bei diesem Thema etwas auszuhelfen bin ich wohl mal wieder beim Bürgermeister ins Fettnäpfchen getreten.
Im Allgemeinen ist die Art und Weise der Kommunikation bei solchen öffentlichen Sitzungen
unter aller Kanone. Die Stimmung ist immer sehr angespannt und gereizt. Hier würde ich mal für alle ein gemeinsames Kommunikationsseminar empfehlen.