Archiv für den Monat: März 2017

Erfolgreiche dritte Sonderschau Elektromobilität 2017

Wiedereinmal war die Sonderschau Elektromobilität in Heppenheim ein voller Erfolg. Mit dem neuen Standplatz auf der Terrasse vor dem Hotel Halber Mond hatten wir einen absoluten Glücksgriff.

Sonderschau Elektromobilität Hotel Halber Mond

Zwar hatten die Besucher einen weiteren Weg über die B3 zu unserem Stand, jedoch waren dort auch nur Gäste die sich speziell für die Elektromobilität interessierten. Der Veranstalter der Autoschau hatte uns mit seiner spontanen und unüberlegten Umdisponierung des Stellplatzes kurzerhand hinausgeekelt. Somit war dann kein Platz mehr auf dem Parkhof und alle E-Fahrzeuge standen am Hotel Halber Mond. Auch der Sponsor die GGEW sowie die Metropolregion-Rhein-Neckar waren von dieser Einschränkung betroffen. Ohne zu zögern haben wir die GGEW und die Metropolregion-Rhein-Neckar mit dem Ampera und dem Mercedes E-Cell bei uns aufgenommen. Im Nachhinein hat sich das als eine absolut konstruktive Kooperation erwiesen.

Sonderschau, Terrasse Halber Mond

Die NewMotion-Ladesäule war das Highlight auf unserem Stand und wurde aktiv von den Elektromobilisten aus dem weiteren Umgebung genutzt. Vielen Dank an den Vorstand der Energiegenossenschaft Starkburg die uns die Säule kostenlos zur Verfügung stellten. Unser Ladepark mit Baustromverteiler sowie der Shuttle-Service mit BMW-i3 wurde eifrig genutzt. Auch hier nochmals vielen Dank an den Sponsor die GGEW.

Ladesäule NewMotion

Ebenso herzlichen Dank an das Team vom Halben Mond die uns mit Strom und Getränken versorgten. Die Vorträge auf der Kleinkunstbühne im Felsenkeller vom Halben Mond waren ebenso sehr gut besucht. Leider kam eine Podiumsdiskussion mangels politischer Vertreter nicht zustande.

Sonderschau Elektromobilität

Zum Schluß auch einen Dank an die vielen E-Auto-Fahrer, die dort ihre privaten Elektroautos zur Verfügung stellten und die viele, viele Stunden als erfahrene Berater auf der Sonderschau Elektromobilität 2017 tätig waren.

Sonderschau Elektromobilität 2017

In diesem Jahr wird die Sonderschau Elektromobilität über unseren Verein Freie Infrastruktur Bergstrasse e.V. organisiert. Eines der primären Ziele unseres Vereins ist es, die Elektromobilität in unserer Region erlebbar und begreifbar zu machen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dazu gehört es auch, dass wir zeigen wollen, wie einfach es ist, ein Elektrofahrzeug aufzuladen.

Stellplan der Autoschau, Links der Halbe Mond mit unserer Sonderschau.

Die Ausstellung wird dieses mal aufgesplittet in eine kleine E-Auto-Ausstellung auf der Autoschau 25. und 26.03.2017 und zeitgleich beim Hotel Halber Mond in Heppenheim. Dort werden Vorträge und ggf. eine Podiumsdiskussion stattfinden. Vielen Dank an den Hoteldirektor Jeroen Maes für seine Unterstützung. Dort werden wir auch ein Elektroauto-Ladesäule aufbauen und live zeigen wie einfach Elektroauto geladen wird.

Bergsträsser Anzeiger:
Starkenburger Echo:

Weitere Infos zum geplanten Programm:

  • Samstag, 14:00 Vortrag: „Status der E-Mobilität an der Bergstraße“
    Samstag, 15:00 e-mobiles Forum und Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auf der Kleinkunstbühne im Kellergewölbe Halber Mond
  • Sonntag, 14:00 Vortrag: „Elektromobile Erfahrungen in den Niederlanden (unser Nachbarland zeigt, wie E-Mobilität funktioniert)“
    Sonntag, 15:00 e-mobiles Forum und Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auf der Kleinkunstbühne im Kellergewölbe Halber Mond
    Sonntag, 17:00 Auslosung der Preise aus dem e-mobilen Quiz am Hotel Halber Mond ganztägig Samstag und Sonntag: Ladepark für Elektroautos auf dem Europlatz und elektrischer Shuttle-Service zwischen Europaplatz und Ausstellungsgelände

Energiesparwettbewerb Endstand

Am 1.03.2017 ist der einjährige Stromsparwettbewerb der Wirtschaftsförderung Bergstraße zu ende gegangen. Als Energiesparmeister sind wir natürlich schon im voraus sehr energiesparend und trotzdem konnten wir die Energiespar-Schraube ohne Komfortverlust noch weiter anziehen. Hier nun mein Ergebnis zur eingesparten Energie:
Der alte Stromverbrauch lag 2015/2016 bei 3.766 kWh/Jahr. Davon sind 1054 kWh für mein Elektroauto verbraucht worden. Also 2712 kWh für unser  kleines Fachwerkhaus mit 140 qm und zwei berufstätigen Bewohnern. In diesem Stromsparjahr haben wir nun 3.175 kWh verbraucht und davon waren 880 kWh für den kleinen Elektroflitzer. Somit verbleiben 2295 kWh für das komplette Wohnhaus. Insgesamt betrug die Ersparnis (3.766 – 3.175) = 591 kWh. Das ist eine Einsparung von 15,7 Prozent. Für den alleinigen Haushalt sind dies 417 kWh und 15,4 %.
Womit kann man nun 15 % Energie im Jahr einsparen? Zuerst einmal durch eine genaue Untersuchung der Verbraucher um Stromfresser aufzudecken. Dazu hatte ich über ein Jahr lang Zwischen-Stromzähler an 12 großen Haushaltsgeräten angebracht u.a. an unserer Kühl-Gefrierkombination. Dabei stellte sich heraus, dass diese alte Ding locker 716 kWh im Jahr verbraucht. Dabei verschlang das Gefrierteil 2/3 des Stromverbrauchs (Einzelmessung). Zum Glück konnten wir das untere Gefrierschrankteil separat abschalten und eine Gefriertruhe kaufen. Leider war am Einzugstag der Gefriertruhe schon die Hälfte des Energiesparjahrs  herum. Trotzdem konnten wir mit der Energiesparkiste (A+++) 190 kWh in einem halben Jahr einsparen. Der nächste große Brocken war unsere Wohnraumlüftungsanlage. Sie verbraucht im (Nacht-) Sparmodus 278 kWh pro Jahr. Also eine Lüftungsanlage muss nicht immer im Tag-Betrieb mit 0,5 fachem Luftwechsel laufen. Nach meiner Erfahrung nach müssten man hierzu viele Fachbücher umschreiben. Auch ein Luftwechsel von 0,25 reicht in einem Wohnhaus absolut aus. Die Zahlen bedeuten, dass bei 0,5 alle 2 Stunden die Luft im Gebäude einmal
ausgetauscht wird (0,25 = alle 4 Stunden). Diese Einstellung hatten jedoch schon lange so eingestellt und somit brachte dies keine Veränderung. Die eigentliche Ersparnis erzielten wir durch das Abschalten der Lüftungsanlage wenn wir nicht Zuhause sind. Dies konnte ich nur mit einer Handy-App und einem selbst programmierten Raspberry umsetzen. Die App ist so eingestellt, dass sie feststellt wenn man seine Home-Zone verlässt. Danach sendet sie einen Befehl an den Raspberry und dieser schaltet über einen Funkschalter die Lüftung aus. Damit kamen wir auf 198 kWh/Jahr mit fast 80 eingesparten Kilowattstunden. Weitere kleinere Einsparung wurden durch sonstiges wie z. B. Beleuchtung mit LEDs erzielt.

Vergleich Stromverbrauch

Viele Kleinverbraucher werden bei mir auch über die 12-Insel-PV-Anlage mit Gleichstrom versorgt. So konnte ich schon im sonnigen Februar einige Stunden meinen PC und TV mit Gleichstrom versorgen und den Wechselstrom einsparen. Dabei muss nicht jeder auf ein Gleichstromsystem umstellen sondern vielleicht auf „Solar to go“ beim Sonnenflüsterer.
Ich sehe es persönlichen als großen Erfolg immer noch Energiesparpotentiale zu finden und weiter an der Energiespar-Schraube zu drehen. Im nächsten Schritt kommt die Heizung in die Schraubzwinge. Bei 600 kWh Stromverbrauch im Jahr wird es doch möglich sein durch
intelligentes Steuern mit dem Raspberry ein paar Kilowattstunden heraus zu quetschen ohne kalt zu sitzen. 🙂