Archiv für den Monat: Mai 2015

Erste Reparatur am Twizy

Heute musste ich zum Ersten mal mit dem Twizy in die Autowerkstatt. Die Serviceanzeige blickte immer wieder auf und der Bremswertgeben war defekt. Da der Austausch etwas dauerte bekam ich von der Autowerkstatt einen Leihwagen für die Fahrt zur Arbeit. Einen Renault ZOE durfte ich fahren. Wie geil war dass denn. Jetzt konnte ich erstmals den Twizy direkt mit dem ZOE vergleichen. Zuerst viel mir natürlich der Unterschied von 17 zu 88 PS auf. Das Ding ging ab wie eine Rakete. Zudem war er noch extrem leise. Das machte sich dann negativ bei der Ausfahrt vom Parkplatz bemerkbar. Ein Fußgänger lief vor dem Auto und hörte es nicht. Als er sich plötzlich umdrehte erschreckte er sich sehr. Der ZOE ist gegenüber dem Twizy ein riesiges Schiff. Das Ende der Motorhaube kann man durch die Frontscheibe nicht erkennen. Somit gab es wieder Probleme auf unseren schmalen Straßen und den viel zu kleinen Parkplätzen. Mit dem Twizy habe ich dieses Problem nicht. Außerdem kann man mit den Scherentüren gut aus dem Twizy aussteigen. Da war es wieder das alte Problem: Hat man endlich eine Parklücke gefunden und sich mit dem ZOE hinein gequetscht. Geht die Tür nicht weit genug auf und man schält sich aus dem Elektroauto. Auf der Autobahn war ich Ruck Zuck auf 140 kmh. Das war echt ein super Fahrgefühl. Bei Autohaus angekommen war das Einstecken des Ladekabels in den ZOE und die Wallbox ein Kinderspiel. Im Großen und Ganzen kann ich den ZOE sehr empfehlen. Für Pendler mit mittelgroßer Fahrstecke und Autobahnfahrt ist er ideal. Für kurze Stecken und die Innenstadt ist er eine Nummer zu groß. Ich denke, ich bleibe wohl erstmal bei meinem kleinen Twizy.

Entwicklung Elektroauto Ladestationen

Es tut sich einiges in Sachen Ladestationen für Elektroautos:

  1. Aldi-Süd baut kostenlose Ladestationen auf ihren Parkplätze zum Laden wärend des Einkaufens. Die Aufladung ist während der Filialöffnungszeiten unbeschränkt möglich, kostenlos und erfordert keine Autorisierung. Der Filialfinder bietet ein Auswahlfeld für E-Tankstelle. Jedoch funktioniert die Suche bisher nur für Düsseldorf.
  2. Leider läuft es bei der Modellkommune für Elektromobilität in Bensheim nicht so gut. Auf Nachfrage bei der Konzeptfirma ubitricity in Berlin erhielt ich folgende Aussage. Der Aufbau der Ladeinfrastruktur im GGEW-Netz erfolgt im ersten Step bei Unternehmen und dann im zweiten Step im öffentlichen Bereich. Die künftigen Serieneinzelpreise für die Komponenten stehen noch nicht endgültig fest. Ubitricity geht derzeit von 600 € für ein intelligentes Ladekabel und 400 € für eine Systemsteckdose aus. Ich vermute, das „intelligente“ Ladekabel wird es wohl auch nur für den Typ 2 geben. Somit sind schon mal alle Schuksteckdosenlader ausgeschlossen und diskriminiert. Das Schnellladen und Gleichstromladen wird mit diesem System auch nicht möglich sein. Es ist nur für langsames Laden geeignet. Es ergibt sich somit für mich kein Sinn ein Ladekabel für 600 € zu kaufen. Ein E-Autofahrer der Zuhause lädt und nur ab und zu unterwegs nachladen will wird keine 600 € investieren. Es ist nur ein Weg um die hohen Investitionskosten für eine Ladesäule auf die Nutzer zu verteilen. Schade, aber so klappt das meiner Meinung nicht.
  3. In der Schweiz wächst die Initiative zum Aufbau einer diskriminierungsfreien Ladeinfrastruktur. Der Ladevorgang wird vor Ort ohne vorhergehenden Vertragsabschluss mit einer Kreditkarte initialisiert. Das ist der absolut richtig Weg, ohne spezielle RFID-Karten von den verschiedenen Energieversorgern zu laden.

Energiesparen durch Filterwechsel

Viele neue Wohnhäuser habe heutzutage eine Wohnraumlüftungsanlage? Auch wir haben in unserem energetisch saniertem Fachwerkhaus eine Lüftungsanlage. Bisher habe ich die Anlage immer gut gewartet. Leider habe ich sie im letzten Jahr vernachlässigt und vergessen die Luftfilter zu reinigen bzw. rechtzeitig zu tauschen. So waren diese nun 1 Jahr eingebaut und zugestaubt. Auch die Lüftungsanlage meckerte schon mit einer roten Warnlampe. Ich habe die Filter herausgenommen und durch neue Filter ersetzt. Auf dem folgenden Bild kann man gut erkennen wie hoch der Verschmutzungsgrad war.

Vergleich alte und neue Luftfilter

Vergleich alte und neue Luftfilter, weiß Außenfilter und blau Abluftfilter

Warum schreibe ich darüber fragen Sie sich bestimmt. Bei einem Blick auf meinen Energiedatenlogger fiel mir ein plötzlicher Abfall des Energieverbrauchs der Lüftungsanlage auf. Tatsächlich ist der Energieverbrauch von durchschnittlich 37 Watt auf 28 Watt gesunken. Somit verbraucht die Lüftungsanlage nun 30 % weniger Strom mit neuen sauberen Filtern. Wow, ich hätte nicht gedacht, dass dies so viel ausmacht. Wieviele Lüftungsanlagen gibt es und wie oft werden dort wohl die Filter gewechselt? Wieviel Energie könnte durch rechtzeitigen Filterwechsel eingespart werden? Diese Fragen gehen mir nun durch den Kopf….