Archiv für den Monat: März 2015

Bensheim wird Modellkommune für Elektromobilität

Der Energieversorger GGEW arbeitet mit TE Connectivity und dem Berliner Start-up Unternehmen ubitricity an einen Konzept zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Bensheim. In einem ersten Schritt sollen bis zum Ende des Jahres 50 Ladepunkte im gesamten Stadtgebiet installiert werden. Geladen wird mit einem mobilen Kabel für alle Ladestation und die Stromrechnung geht an den gewünschten Energieversorger, so das ist das Konzept von ubitricity. Die TEC liefert dazu die Hardware und integriert dabei einen mobilen Stromzähler in ein Kabel, das der Fahrer immer und überall dabei hat. Am Ende eines Ladevorgangs wird die abgezapfte Strommenge von ubitricity an den jeweiligen Vertragspartner, etwa die GGEW, weitergegeben. Die Rechnung kommt dann monatlich wie beim Mobilfunkvertrag.

TE Connectivity, die GGEW AG und ubitricity bauen die Infrastruktur für Elektromobilität basierend auf mobilen, intelligenten Stromzählern aus

TE Connectivity, die GGEW AG und ubitricity bauen die Infrastruktur für Elektromobilität basierend auf mobilen, intelligenten Stromzählern aus

Leider wird das Ladekabel am Anfang des Projektes noch sehr teuer sein. Fraglich ist wer hierfür die Kosten übernimmt. Möglicherweise gibt es wie bei einem Mobilfunkvertrag eine monatliche Grundgebühr für den mobilen Stromzähler und eine verbrauchsgerechte Stromabrechnung. Somit ist das mobile Laden für Unterwegs noch sehr teuer und wird sich daher nur schwer durchsetzen. Solange es keine besonderen Anreize hierfür gibt wird es sich wohl jeder zweimal überlegen ob er mit dieser Technik unterwegs oder doch lieber Zuhause an der heimischen Steckdose lädt.

Zeitungsartikel Bergsträßer Anzeiger
Zeitungsartikel Echo-Online

Elektromobilität auf der Autoschau

Die Sonderschau Elektromobilität auf der Autoschau in Heppenheim war ein voller Erfolg.
Viele hundert Besucher konnten sich auf dem Graben über die Vorzüge der Elektromobilität informieren. Das Sortiment war sehr breit gesteckt. Vom teuren Sportwagen für 350.000 € bis zum kleinen Leichtfahrzeug ab 8.500 € war für jeden etwas dabei.

Sonderschau_Elektromobilität_Merzedes

Hier eine Liste der von ausgestellten Fahrzeuge der Elektromobilisten:
Mercedes Benz SLS AMG Electric Drive (Elektromobilist)
Tesla Motors P85  (Ingo Falkenstein)
Opel Ampera (Sponsor GGEW)
BMW i3 (Elektro Klein)
KIA Soul EV (Klaus-Martin Wolf)
Nissa Leaf (Klaus Jerwan)
Mitsubishi i-MiEV (Autohaus Pöschl)
VW e-up (Elektromobilist)
Renault ZOE (Ingo Falkenstein)
Smart ED (Elektromobilist)
Renaul Twizy (Organisator Tobias Bucher)

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Ich danke allen Elektromobilitsten für ihr Engagement und das Opfern ihrer Freizeit zur
Teilnahme an der Sonderschau.

Nachtrag: Echo Online – Elektroautos: Großes Interesse, aber mangelnde Infrastruktur

Elektrisch mobil: Tobias Bucher mit seinem Renault Twizy auf der Heppenheimer Autoschau.  Foto: Dagmar Jährling

Elektrisch mobil: Tobias Bucher mit seinem Renault Twizy auf der Heppenheimer Autoschau.  Foto: Dagmar Jährling

Abenteuer Deutsche Bahn

Wer eine Reise tut der hat was zu erzählen, besonders wenn man mit der Deutschen Bahn fährt. Ich musste heute mit der DB von Frankfurt nach Darmstadt fahren. Es war der pure Horror. Ich habe es pünktlich von meinem Fachsymposium zum Hauptbahnhof geschafft und saß 10 Minuten vor der Abfahrt im richtigen Zug auf einem schönen Fensterplatz – dachte ich. Plötzlich kam die Durchsage, dass dieser Zug, trotz Anzeige auf dem Bahnsteig, nicht nach Darmstadt fährt. Hä, dacht ich, sind die zu Doof ihre Anzeige richtig einzustellen. Also schnell in Panik aus dem Zug. Mist die erste Tür klemmte und ging nicht auf. Auf dem Bahnsteig war keine Auskunftsperson der DB zu finden, also fragte ich den Lokführer ob das stimmt und wann der richtige Zug kommt. Er kommt bestimmt 15 Minuten später, sagte er. So lange wollte nicht warten und ging zum nächsten Glaskasten mit den Fahrplänen. Ich prüfte ob noch ein anderer Zug demnächst nach Darmstadt fährt. O.k. in 10 Minuten kommt, zwei Gleise weiter, ein InterCity . Ich eilte dort hin und freute mich als der Zug gerade einfuhr. Jedoch sah der Zug nicht nach einem IC aus. Ich dreht mich um und schaute auf die Anzeige der Abfahrtzeiten. Dort stand nun plötzlich nicht mehr IC sondern der vermisste Zug vom vorherigen Gleis. Er kam pünktlich und ich war, Gott sei dank, wie geplant Zuhause. Ich ärgerte mich maßlos über den Stress und die Hetzerei über die Bahnsteige. Also wenn man sich auf die DB verlässt ist man verlassen. Für diese Dienstleistung muss man gut zu Fuß sein und viel Geld bezahlen. Wäre die DB ein Privatunternehmen wäre sie mit Sicherheit schon Pleite.

Heizungsoptimierung mit Solarthermie

Gestern war ich mit einem Arbeitskollegen auf der ISH in Frankfurt. Über unsere Bloggerkollegin Frau Karin Hertzer hatten wir uns zum Projekt Infografik bei Viessmann getroffen. Viessmann hat uns anschließend einen 1,5 stündigen Rundgang über ihren
Messestand spendiert. Wir waren erstaunt welche Vielfältigkeit Viessmann im Bereich Energie- und Heizungstechnik anbietet.
Interessant war für mich die Verbindung zwischen der Heizungsanlage, der thermischen Solaranlage, Visualisierung und einer Handy App. Leider fehlte immer noch die Anbindung an einen Wetterdienst. So wird es wohl – wie auch bei mir – weiterhin bei neuen Heizungsanlagen das Problem geben, dass eine Heizungsanlage das Brauchwasser erwärmt obwohl gerade die thermische Solaranlage angesprungen ist.

Solar_Gas_Viessman

Meine aufgezeichnete Grafik zeigt anhand der orangenen Kurve wie die Heizungsanlage das Brauchwasser aufheizt obwohl gerade (rote Kurve) die thermischen Solaranlage angelaufen ist. Würde die Heizungsanlage über einen Wetterdienst wissen, dass am 9. März den ganzen Tag die Sonne scheint dann könnte die Heizung Pause machen. Siehe auch den gelb-grünen Balken zum Gasverbrauch.
Ein anderes Thema ist der Wärmeverlust durch die Dämmung des Brauchwasserspeichers. Innerhalb von zwei Tagen ist der Speicher von 70 °C wieder auf unter 50 Grad abgekühlt. Zu diesem Problem hat Viessmann endlich eine Lösung. Neue Brauchwasserspeicher erhalten in Zukunft eine Vakuum-Wärmedämmung.

Brauchwasser_Viessman

Leider sind Upgrades zu bestehenden Speichern nicht geplant. Schade, wer hier sparen will muss neu investieren.

Sonderausstellung Elektromobilität

„Die Elektromobilität kommt ist stocken“ ist überall zu hören und zu lesen. Oft sind auch die Autohäuser nicht gerade positiv auf die Elektromobilität eingestellt. Das möchten wir ändern. Denn wer einmal ein Elektroauto gefahren ist hat den E-Virus. 🙂 Diese Infektion möchten wir – der Verein Solarmobil-Rhein-Main und ich – am 21. und 22. März 2015 weitergeben. Dazu laden wir alle Interessierten zu unserer Sonderausstellung Elektromobilität auf der Autoschau in Heppenheim ein.

Autoschau_Heppenheim

Mit etwa 15 E-Fahrzeugen sind wir als „E-Mobil“ und „E-Rad“ auf der Autoschau in Heppenheim vertreten. Alle Besucher können direkt von unseren Elektromobilisten und ihren E-Autos erfahren wie es ist ein Elektroauto im Alltag zu fahren. Alle E-Besitzer kommen mit ihren eigenen Elektroautos mit denen sie jeden Tag unterwegs sind.
Am Freitag den 20. März – also 1 Tag vor der Autoschau – gibt es im Restaurant „Am Stadtgraben“ – um 19:00 Uhr einen zweiteiligen  Vortrag zu diesem Thema. Die Moderation übernehmen unsere Bloggerkollegen vom Verein Metropolsolar im Rahmen des 8. MPS-Energiegesprächs.