Archiv für den Monat: September 2014

Autohändler schlafen noch

Die Autohändler schlafen noch auf der Rheinpfalz-Card-Messe in Ludwigshafen. Sieben Autohändler waren am Wochenende mit Ihren Fahrzeugen auf der Messe vertreten. Leider konnte nur ein Händler ein Elektroauto vorzeigen und auch zur Probefahrt anbieten. Das Angebot habe ich angenommen und bin mit dem Peugeot iOn einmal ums Quadrat gefahren.

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Das Auto beschleunigt mit seinem 49 kW Elektromotor sehr flott. Ich habe den Verkäufer während der Fahrt mit Fragen gelöchert bzw. getestet. Naja, die Antworten waren sozusagen aus dem Pospekt vorgelesen. Bei der Frage nach der Rekuperation habe ich dann eine Wissenslücke entdeckt. Das hat der iON nicht, sagte er. Dann zeigte ich Ihm die Anzeige auf dem Armaturenbrett. Sobald man den Fuß vom Gas nimmt geht der Anzeiger von der
Energievebrauchsanzeige in den Chargemodus. Vielleicht hätte ich Ihn nach dem Bremsenergierückgewinnungs-System fragen sollen.

Also mein Résumé ist ein Appell an die Bundesregierung. Wenn Ihr die Elektromobilität fördern wollt dann gebt den Autohändlern mal einen Tritt in den Allerwertesten denn ich habe das Gefühl, dass diese noch keine E-Autos verkaufen wollen.

Strom aus Holz

Seit fast 2 Jahre betreibe ich ein Mikro-„BHKW“. Vielleicht könnte man es auch als Nano- oder Pico-„BHKW“ bezeichnen. Es funktioniert mit einem Thermogenerator ohne bewegliche Teile. Der Generator erzeugt mittels hoher Temperatur an der Kaminofenwand Gleichstrom. Zusätzlich verstärke ich den Wirkungsgrad über einen CPU-Heatpipe-Kühler auf dem Seebeck-Element. Mit meinem raumluftunabhängigen Kaminofen führe ich die kalte Außenluft über den CPU-Kühler und sorge für einen Temperaturunterschied von ca. 200 Kelvin. Der Wirkungsgrad ist zwar grottenschlecht jedoch bei Minusgraden und sehr heißem Ofen kann ich locker 12 Watt erzeugen. Das Projekt soll nur zeigen was möglich ist. Mittlerweile bietet die Lieferfirma Thermalforce fertige Generatoren bis 100 Watt an. Mit meiner Konstruktion kann ich ein Handy laden oder über eine kleine LED Licht erzeugen.

Thermogenerator2014

Würde wir diese Generatoren in alle Öfen, Heizungen und Wärmeguellen einbauen, so könnten wir ganz einfach nebenbei sehr viel Strom erzeugen. Ein Autohersteller, plant seit vielen Jahrem mit diesem Thermogenerator im Auspuff, die Lichtmaschine zu ersetzen. Bis dieser jedoch in die Pötte kommt fahren wir hoffentlich elektrisch :-).

Elektroauto aus dem 3D-Drucker

Nee, kein Witz. Bald kommt das Elektroauto aus dem 3D-Drucker. Der US-Hersteller Local Motors druckt jetzt Elektroautos aus Kunststoff innerhalb von 2 Tagen. Nach dem Ausdrucken werden alle nicht druckbaren Teile wie die Windschutzscheibe, Fahrwerk, Elektromotor usw. montiert und fertig ist das individuelle E-Auto. Tja, und woher stammt bei diesem Prototyp der Antrieb?
Natürlich aus dem Renault Twizy :-).

Siehe Stern:
International Business Times:
Roadtrippers:
Video anschauen ab Minute 3:41 und Twizy Armaturenbrett ab Minute 4:30

 

Windoof adieu

Ich sage Windows adieu. Endlich habe ich es geschafft und kann „Auf nimmer Wiedersehen sagen“. Nachdem ich mich nun Jahre lang mit diesem Betriebssystem herumgeärgert habe, habe ich einen Schlußstrich gezogen. Wer mal richtig intensiv mit Windoof (Ich nenne es so weil es einfach doof ist) gearbeitet und programmiert hat wird mich verstehen. Man kann damit einfach nicht richtig arbeiten. Es macht nur Probleme. Ich kann gar nicht aufzählen
wieviele Stunden ich mich vor dem PC geärgert habe. In den letzten Wochen machte mein Datenserver nur noch Ärger. Er lief keine Woche mehr durch und stürzte ständig ab. Normalerweise müssten man einen Windows-PC jedes Jahr löschen und neu Einrichten weil er nach einem Jahr nicht mehr richtig läuft. Jetzt bin ich mit einem neuen Server auch
auf Linux umgestiegen. Alle anderen Rechner (Arbeits-PC und Notebook) laufen schon sehr lange und zuverlässig mit Linux. Der neue Datenserver ist ein Einplatinencomputer und so groß wie eine Zigarettenschachtel. Der kann genausoviel – nein, noch mehr als der Windows-PC. Der alter Server war schon ein Netbook-PC mit geringen Stromverbrauch von ca. 20 Watt. Der neue Micro-Computer benötigt an meiner 12Volt-Solaranlage nur noch 3,5 Watt. Warum benötig dieser PC weniger Strom und kann trotzdem mehr? Tja, wo geht denn die Energie hin? Vielleicht mache ich mal ein paar Thermografiebilder und stelle sie hier dar. Abwärme ist das Schagwort. Der neue Server hat keine Festplatte, keine heiße CPU und keinen Lüfter mehr! Damit auch kaum Abwärme und fast 100 Prozent der Energie geht in die Rechenleistung. Hat schon jemand mal ausgerechnet wieviel Energie man mit dem Wechsel des Betriebssystem sparen kann? Vielleicht messe ich das mal und stelle die Werte auf diesen Blog.

Nachtrag: Wärmebildvergleich Netbook-PC mit Raspberry B+

Netbook_versus_RPI