Archiv für den Monat: August 2014

Ein Jahr Elektromobilität

Wow, jetzt ist schon wieder ist ein Jahr vorbei und ich habe es nicht bereut. Vor einem Jahr habe ich mir den Renault Twizy gekauft und am vergangenen Freitag zeigte mein Tacho nach einem Jahr 12.355 km. Der Stromzwischenzähler stand auf 1083,3 kWh für ein Jahr E-Auto fahren. Damit verbrauchte mein Elektroauto durchschnittlich 8,77 kWh auf 100 km. Das sind rund 310 € Stromkosten in diesem Jahr.

Am Freitag hatte ich den Twizy zur vertraglichen Wartung in der Werkstatt. Das hat mich rund 55,- Euro gekostet. Die Batterie sei o.k. und es gibt auch sonst keine weiteren Beanstandungen. Die Kiste schnurrt wie ein Kätzchen.

Was natürlich beim Twizy noch hinzu kommt ist die Akkumiete von 12 Monate x 58 € = 696,- Euro pro Jahr.

Mit der Summe von 1006,- € hätte ich mit meinem Benziner nur 8 Monate fahren können. Die Wartung und Inspektion wäre bei meinem 16 Jahre alten Hyundai wesentlich höher ausgefallen.

Alles in allem ist der Umstieg auf das E-Auto ein voller Erfolg und ich kann es nur jedem empfehlen.

VCD Auto-Umweltliste 2014

Da ich in den letzten Tagen nun schon öfters über die VCD Auto-Umweltliste 2014/2015 gestolpert bin, muss ich hierzu mal etwas schreiben.

„Beim Wettlauf um die saubersten Autos gibt es keinen eindeutigen Sieger − Hybride und Erdgasautos dominieren. CO2- und Schadstoffausstoß bessern sich, aber mehr Tempo bei Reduktion ist nötig. E-Autos brauchen exakte Angaben zur Reichweite.“ kann man in diesem Bericht lesen.

In dieser Liste werden die zur Zeit käuflichen Autos nach folgenden Kriterien getestet: Wichtigster Punkt ist hierbei der Spritverbrauch und CO2-Emission pro gefahrenem Kilometer! Dann kommt der Lärm und die Menge und Art der Schadstoffe, die aus dem Auspuff kommen.

„Gewinner ist das Hybridfahrzeug von Lexus. Klimabester ist der Toyota Yaris Hybrid mit einer Emission von 75g CO2/km.“

„Zum vierten Mal in Folge veröffentlicht der VCD auch eine Elektroauto-Liste, die weiterhin separat vom Gesamtranking aufgeführt wird. Der Grund dafür ist die immer noch zu dünne und widersprüchliche Datenlage, insbesondere bei der Reichweite. Der VCD fordert nicht hohe Reichweiten für E-Autos, sondern verlässliche Mindestangaben.“ O.k. und wie steht es mit verlässlichen Verbrauchsangaben bei den Spritautos!

Hallo, irgendetwas habe ich nicht verstanden! Wie war das mit den wichtigen Testpunkten: Spritverbrauch, CO2, Lärm und Schadstoffe aus dem Auspuff. Wo steht, dass die Reichweite wichtig ist für die Klimafreundlichkeit !!!

Wenn man ein sich ein Elektroauto kauft fährt man logischerweise auch mit Ökostrom. Mittlerweile ist Ökostrom günstiger als der schmutzige Strommix. Somit müssten E-Autos ganz weit oben auf der Liste stehen da der CO2-Ausstoß unter 4g CO2/km liegt. Ganz zu Schweigen vom geringen Lärm und den Schadstoffen aus dem fehlenden Auspuff.

Also, die ganze Liste und die Aussagen des VCD haben nur Schrottwert. Ich vermute, da steckt mal wieder die Öl- und Autoindustrie dahinter. Auf diese Liste würde ich mich genauso gut verlassen wie auf manipulierte Liste vom ADAC.

Einkaufen mit dem Twizy

Die drei TV-Moderatoren der Sendung GRIP von RTL2 fuhren zum Einkaufen mit 3 Elektroautos durch einen Supermarkt. Dabei haben sie den Renault Twizy, den Smart ED und den VW e-up getestet:

Siehe Video bei RTL2: GRIP – Das Motormagazin

War doch klar, dass der Twizy gewinnt. Keiner ist so flott und wendig unterwegs wie kleine Flitzer. Wo ist der nächste Supermarkt bei dem man mit den Twizy nach 22:00 Uhr einkaufen kann?

E-Autoliste und reeller Energieverbrauch

Auf Anregung eines Bekannten habe ich eine Liste der aktuell käuflichen Elektroautos zusammengestellt. Da ich die Liste aktuell halten möchte habe ich sie auf Google-Drive abgelegt. Wichtig war mir hierbei die Energieverbrauchsangaben der Autohersteller sowie den reellen Verbrauchsdaten der Fahrer die auf dem Portal Spritmonitor ihre eigenen Verbrauchsdaten pflegen. Natürlich ist der Verbrauch sehr abhängig vor der Fahrweise des Fahrers. Deshalb lege ich Wert auf eine gewisse Anzahl von Einträgen. Die E-Autos die nicht in der Liste stehen haben zu wenige Nutzer und/oder Verbrauchsdaten.

Klar erkennbar sind hier die extremen Abweichungen der Verbrauchsangaben beim Renault Twizy, BMW i3 und VW e-golf. Beim Twizy kann ich aus eigener Erfahrung nur sagen, dass man als Fahrer immer schnell beschleunigen möchten und dann meist auch „Vollgas“ fährt. Daher kommt der 40 prozentige Mehrverbrauch von 9 kWh auf 100 km (2,60 €/100km).
Der Mitsubishi, Peugeot und Citroen sollen baugleich sein, jedoch ist der Energieverbrauch sehr unterschiedlich!

Staatliche Starthilfe für Elektroautos

Staatliche Starthilfe für Elektroautos war heute auf der Titelseite der Tageszeitung BA zu lesen. Zum 1.02.2015 soll die Förderung von E-Autos starten. Die Förderung bzw. Vorteile für die Fahrer von Elektroautos soll in der Benutzung von Busspuren, kostenlose Parkplätze und die Durchfahrt in Straßen ermöglichen die für sonstigen Autos verboten ist. Ich kenne Busspuren nur in Darmstadt und dort ermöglicht die Kommune bestimmt keine Nutzung durch E-Autos. Gesperrte Durchfahrten, um die Anwohner vor Abgasen oder Lärm zu schützen, kenne ich auch nicht in meinem Umkreis. Taja, somit kämen für mich nur die kostenlose Parkplätze in Frage. Also die Parkfläche vor einer Ladestation sollte auf jeden Fall kostenlos sein. Alles andere wäre absoluter Quatsch. Zufällig war ich am Wochenende in Heidelberg und habe mir mal eine Ladestation im Parkhaus P13 angeschaut.

Ladestation_P13_HD

Also, die Ladestation war sehr versteckt und ist nur sehr Umständlich zu erreichen.
Naja, auf jeden Fall waren die drei Parkflächen frei und der Strom kostenlos. Aber!, das Parken in Heidelberg ist extrem teuer. 50 Cent pro 20 Minuten. Eine volle Ladung würde mich nach 3,5 Stunden 5 Euro Parkgebühr kosten. Mit diesen Kosten könnte ich Zuhause für 194 km Strom nachladen. Da würde ich lieber für 50 Cent/kWh kostenpflichtig laden (wären dann 2,70 €) als die Parkgebühr bezahlen.
Lange Rede kurzer Sinn, was sich die Bundesregierung da ausgedacht hat ist mal wieder ohne Sinn und Verstand. Mann oh Mann, gebt den Ministern mal für einen Monat ein E-Auto zum selber fahren damit die Damen und Herren endlich begreifen was wichtig ist!