Archiv der Kategorie: Ladestationen Frust

Twizy 50.000 km

Nach fast 4 Jahren Elektromobilität habe ich heute die 50.000 km voll gemacht.

Tachstand am 25.07.2017

Und immer noch macht das Fahren mit dem E-Auto Spaß. Leider gibt es immer wieder Idioten die am leeren Straßenrand genau dort parken müssen wo die E-Auto Ladesäule steht.
Die Volkskrankheit Nummer 1 ist die Ignoranz, Faulheit und Bequemlichkeit der Menschen.

Ladestationen Frust die Zwanzigste

Was tut man nicht alles für die Elektromobilität. Gestern habe ich nochmals die Ladesäule am Rinnentor in Bensheim besucht. Dieses mal war einer der beiden Parkplätze vor der Ladesäule frei. Ich fuhr geschwindt hinein und ludt mein E-Auto. Der Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatte gerade zuvor dem weißen SUV einen blauen Denkzettel verpasst 🙂 Danach kam er zu mir und bat um Erklärung wie das mit dem E-Auto laden denn funktioniert. Der bekam von mir eine kurze Einweisung. Danach verspürte ich Hunger und ging zum Dönerladen gegenüber.

Mennekes Ladesäule Rinnentor Bensheim

Von dort aus konnte ich sehr gut beobachten wer nun den VW mit dem blauen Ticket abholte.
Danach – ich musste so lachen – wurde der nun freie Ladeparkplatz ingesamt 6 mal von verschieden Verbrenner besucht. Die Fahrer fuhren hinein, sahen das E-Auto beim Laden, sahen die Schilder und parkten wieder Rückwarts aus. Ich hatte meinen Spaß 🙂 🙂 🙂
Danach parkte einer der es nicht raffte. Ich ging zu meinem Auto und sprach ihn an. „Auf diesem Parkplatz bekommen Sie einen Strafzettel“ sagte ich. Warum fragte er. Sie stehen auf einem Parkplatz für Elektroautos und hier ist das Parken nur für E-Autos während des Ladens erlaubt. Oh, sagte er. Das habe ich nicht gesehen. Er bedankte ich und fuhr weg. Bis ich den Parkplatz verlassen konnte musste ich noch 3 weitere  Verbrenner auf das vermeidliche Ticket hinweisen. Das hat Spaß gemacht. Irgendwann nehme ich mir mal Urlaub und stelle micht einen ganzen Tag da hin dann aber mit versteckter Kamera!

Ladestationen Frust die Neunzehnte

So jetzt ist die Ladesäule am Bahnhof in Bensheim-Auerbach wieder frei und es kann geladen werden. Ein 3/4 Jahr war die Ladesäule wegen Bauarbeiten am Bahnhof gesperrt.

GGEW Ladesäule am Bahnhof Bensheim-Auerbach

Des Weiteren hat die GGEW zwei neue Mennekes-Ladesäulen am Bürgerhaus Kronepark direkt an der B3 aufgestellt.

Mennekes-Ladesäule Bürgerhaus Bensheim-Auerbach

Das erste Laden war sehr lustig denn so viele Gaffer beim Laden meines Twizy’s hatte ich noch nie. Die zweite Säule steht am Rinnentor in der Bensheimer Innenstadt und ist wie erwartet von Verbrenner zugeparkt.

Falschparker Ladesäule Rinnentor Bensheim

Da hilft die beste Beschilderung nichts wenn keiner kontrolliert und Strafzettel verteilt. In HP am Graben steht ein großes Hinweisschild und trotzdem parken Verbrenner vor der Ladesäule. Es wird schlicht und ergreifend ignoriert. Da kann eigentlich nur eine Absperrung helfen!

Falschparker Graben Heppenheim

Dies könnte eine ein Poller, Handschranke, Wegesperre oder eine Scherensperre sein.

Ladestationen Frust die Achzehnte

Mit unserem Dienstwagen e-Golf haben wir einen zweitägigen Workshop in Geisenheim besucht. Leider schafft es der e-Golf nicht die 70 km hin und zurück zu fahren. Somit mussten wir in Geisenheim am Rathaus laden. Die Süwag (RWE) Ladesäule lässt sich mit der eCharge-App freischalten. Leider nur mit einem Zeittarif von 4,95 pro Stunde. Was mir nicht klar war, dass der e-Golf ein Schnarchlader ist. Somit schaffte er in 2 Stunden nur 6,8 kWh.

Schnarchladung an der Ladesäule in Geisenheim.

Das sind umgerechnet 1,46 €/kWh. Das ist eine absolute Frechheit und Abzocke!
Liebe Süwag und/oder RWE so wird das nichts mit „VoRWEg Fahren“. Das ist eher ein „hinter her schleichen“. Ach ja, noch etwas zum Schluss am ersten Tag konnten wir die Säule nicht freischalten weil man uns per QR-Code an der Säule auf die alte e-kWh-App geleitet hat. Die funktioniert schon lange nicht mehr sagte der freundlicher Herr an der Notrufnummer beim zweiten Anruf. Er spürte meinen Frust und schaltet uns die Säule auf Kulanz frei.
Naja, es gibt viel zu tun – packt Ihr es an?  Die Antwort von Intercharge auf meine Beschwerde ist eher vom Typ Interschnarch 🙂 Oder das geht uns nix an!

Ladestationen Frust die Siebzehnte

Bisher war das Thema ubitricity immer nur mit Frust verbunden weil man zum Laden das SmartCable benötigte. Seit ein paar Tagen kann jeder E-Auto-Fahrer auch mit seinem eigenen Ladekabel per QR-Code laden. Dazu wird nur ein einfacher QR-Code Scanner benötigt. Damit gelangt man auf die Webseite von ubitricity und kann dort mittels Kreditkarte die Ladesäule freischalten.

Anleitung zum Freischalten des ubitricity Ladepunktes.

Ohne SmartCable kann der Stromverbrauch an der Säule nicht gemessen werden. Aus diesem Grund wird mit einem Zeittarif abgerechnet. Man kann bei der Freischaltung zwischen 1 und x-Stunden wählen. Dabei wird die Stunde mit pauschal 2,- Euro abgerechnet.
Mit meinem Twizy wäre das ein Strompreis von 0,87 Euro/kWh. Wenn man ein E-Auto hat das einphasig 20 Ampere laden kann so bekommt man 4,6 kWh für 2,- Euro (0,43 €/kWh).

Ladepunkte Bensheim: blau aktive Ladepunkte, hellblau geplante Ladepunkte, gelb Idee Ladepunkte

Immerhin gibt es im Kreis Bergstrasse schon ein gutes Duzent dieser Ladepunkte und laut Energieversorger sollen noch 30 weiter bis zum Jahresende folgen. Ich werde weiter berichten.

Nachtrag: Melde erfolgreiche Ladung am Ladepunkt in Zwingenberg mit QR-Code Scanner.

Erfolgreiche Ladung mit QR-Code App.

Ladestationen Frust die Sechzehnte

Nach meinem Vortrag über die Ladeinfrastruktur bei den Bürgern für Bensheim im Hotel Felix gibt es immer wieder vermehrt Probleme mit den Ladepunkten in Bensheim und Umgebung. Mit Ernüchterung muss ich feststellen, dass die Energieversorger, die E-Autofahrer und Stadt- / Gemeindeverwaltungen nicht mit dem erforderlichen Ernst an das Thema Elektromobilität und Ladeinfrastruktur herangehen. An der Ladesäule am Rathaus in Alsbach-Hähnlein wurde der E-Dienstwagen der Gemeindeveraltung einfach vor der Ladesäule geparkt ohne das Ladekabel anzuschließen.

Elektroauto der Gemeindeverwaltung an der Ladesäule in Alsbach

Leider geschieht dies auch immer öfters und so auch in Seeheim. Dort wurde der Opel Ampera Abends abgestellt, geladen und bis morgens an der Ladesäule geparkt.

Aber auch die Elektroautofahrer selbst sind nicht besser. Als ich am Freitag gegen 14:30 Uhr an der Ladesäule in Seeheim laden wollte war diese Säule durch zwei ZOE ’s belegt. Beide waren am laden. So weit so gut, jedoch war der schwarze ZOE bei 97 Prozent. Der blaue ZOE hatte eine Ladescheibe hinter der Windschutscheibe liegen und ich mailte ihn an ob er den schwarzen ZOE-Fahrer kenne. Ich habe eine halbe Stunde gewartet und musste dann mit fast leerem Akku ins Training zu meiner Frau fahren. Bis dahin hatte der schwarze ZOE auf 99 % geladen und war somit voll geladen. Er hätte – wenn es eine Telefonnummer gegeben hätte – sein Elektroauto wegfahren können, oder?

ZOE’s an der Ladesäule in Seeheim.

Nach unserem Training fuhr ich zwangsweise wieder an die gleiche Säule zurück und um 17:00 Uhr standen immer noch beide ZOE’s vor der Ladesäule. Jedoch hatte ich Glück und der Fahrer des blauen ZOE’s hatte auf meine Mail reagiert und koppelte seinen ZOE ab damit ich laden konnte. Nochmals vielen Dank Ingo. Danach ging ich mit meiner Frau zum Löwen essen. Als ich um 19:00 Uhr wieder an der Säule kam war mein Twizy zu 85% geladen und der schwarze ZOE stand immer noch voll geladen an der Ladesäule. Somit erhält diese E-Auto-Fahrer als erste Elektromobilist den Meistertitel „BAD CHARGER„.

Ladestationen Frust die Fünfzehnte

In der Kreisstadt Heppenheim gibt es nun seit Anfang des Jahres 4 neue Ladepunkte vom örtlichen Energieversorger. Die Stadt Heppenheim investiert in die Zukunft.

Zwei Ladepunkte in der Tiefgarage, Drogerie Müller

Zwei Ladepunkt an der Wand. Ein Ladepunkt Tiefgarage Bürgerbüro

Diese SimpleSocket’s von ubitricity sind leider nur mit dem speziellen SmartCable benutzbar.

SmartCable von ubitricity.

Diese SmartCable muss man leider kaufen oder mit einen teuren Mobilstromvertrag nutzen. Man kann es auch im Bürgerbüro und bei der Drogerie Müller in Heppenheim ausleihen.
Nach 18:00 bzw. 19:00 Uhr ist dies nicht mehr möglich und Sonntags geht dann gar nichts.
Naja, ist das der richtige Weg?

Vielleicht sollte der Energieversorger mal auf die Elektroautofahrer hören.

Wer laden will, muss leiden: Fahrer von Elektroautos berichten

Mehr zum Thema „Optimierung der Ladeinfrastruktur“ von meinem Bloggerkollegen Daniel Bönnighausen sowie „Wie die Tankstelle der Zukunft aussieht“ von Frank Urbansky.

Ladestationen Frust die Vierzehnte

Nun ist es soweit: Die Anzahl der Ladesäulen im Kreis-Bergstraße reichen nicht mehr aus. Als ich gestern Abend in Seeheim an der Mennekes-Ladesäule laden wollte waren diese durch einen Opel Ampera und Renault ZOE belegt. Ich habe die Ladeanzeige an den beiden Seiten der Säule über einige Minuten beobachtet und diese veränderte sich nicht mehr. Das bedeute für mich, dass beide E-Autos voll geladen waren. Tja, was soll ich davon halten? Der Energie-Versorger blockiert mit seinem eigenen E-Auto die Ladesäule. Ich finde es äußerst unkollegial sein E-Auto auch im voll geladenen Zustand an der Ladesäule stehen zu lassen.

Belegte Ladesäule in Seeheim am 08.12.2016

Ich konnte, Gott sei dank, bei einem Bekannten in Seeheim an der Garage laden und einige Stunden später den Heimweg antreten.

Ladestationen Frust die Dreizehnte

Die Bahn behindert die Elektromobilität. Seit ein paar Wochen ist meine Winterladesäule auf dem Parkplatz am Bahnhof Bensheim-Auerbach gesperrt. Die Bahn benötigt diese Park+Ride-Parkplatz als Lagerfläche für den Umbau des Bahnhofs zur S-Bahn-Strecke. Die Ladesäule ist bis Mitte 2017 nicht benutzbar. Mit ein bisschen Hirnschmalz hätte man eine Parkfläche freihalten oder den Grünstreifen davor Schottern können.

Ladesäule auf dem Park+Ride-Parkplatz am Bahnhof Bensheim-Auerbach

Ladesäule auf dem Park+Ride-Parkplatz am Bahnhof Bensheim-Auerbach

Was mich um so mehr fuchst ist, dass weder der Energieversorger, also der Betreiber, noch die Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) darüber informiert war. Die E-Auto-Fahrer die dort laden wollen oder müssen hat man schlicht weg einfach vergessen. Mich würde mal interessieren wie laut das Geschrei wäre wenn man die Einfahrt einer viel genutzten Tankstelle zumachen würde! Das würde bestimmt am nächsten Tag in der Presse stehen und die Verantwortlichen hätten mit einem Shitstorm zu rechnen. Aber mit den E-Auto-Fahrern kann man’s ja machen!

Ladestationen Frust die Zwölfte

Die Ladeinfrastruktur für Elektroautos ist in Deutschland sehr komplex, unterschiedlich und schwierig. Ein interessantes Konzept hat die Firma ubitricity in Berlin entwickelt. Unser Bloggerkollege Andreas Kühl hat vor kurzem über dieses Startup-Unternehmen berichtet. Die Stadt Bensheim will damit zu einer Modellkommune werden. Ich habe darüber berichtet. Im Prinzip ist das Konzept super, an jeder Straßenlampe ein Ladepunkt (SimpleSocket) zum Laden eines Elektroautos. Zur Zeit kostet das spezielle SmartCable noch 600,- Euro. Somit wird der Ausbau der Ladeinfrastrukur auf die E-Auto-Fahrer verteilt. Jedoch will kein E-Auto-Besitzer so viel Geld für ein Ladekabel ausgeben. Dies hat nun auch der Energieversorger bei einem Treffen mit Elektroautofahrern festgestellt. Nun kommt er in der Testphase den E-Auto-Fahrern entgegen und bietet mit einem Mobilstromvertrag das Ladekabel kostenlos an. Der Ladestrom kosten jedoch noch Satte 50 Cent/kWh. Ich habe vor einiger Zeit die Ladetechnik von ubitricity getestet. Leider musste ich erst eine Adapterbox bauen um von Typ2 auf Schuko zu laden.  Der erste Ladeversuch schlug fehlt da sich in der Box ein Kabel gelockert hatte. Der Fehler wurde behoben und nun konnte ich am vergangenen Freitag mit Erfolg meinen Twizy in Lorsch laden.
Für 4 Euro konnte ich 2 Stunden laden und hatte damit 4,6 kWh im vollen Akku.
Twizy mit Adapterbox am GGEW ubitricity Ladepunkt.

Twizy mit Adapterbox am GGEW ubitricity Ladepunkt.

Morgen werde ich bei der Energiegenossenschaft Starkenburg einen Vortrag zur Ladeinfrastrukur im Kreis Bergstrasse halten. Dabei werden wir darüber Diskutieren ob man mit dem neuen Verein „Freie Infrastrukuren Bergstrasse“ eine offene Ladeinfrastruktur im Kreis Bergstrasse aufbauen kann. Entscheident ist auch ob wir geeignete Standort für die Ladesäulen im öffentlichen Bereich finden können.