3. Energie- und Klimaschutztag

Am vergangenen Sonntag fand bei strahlendem Sonnenschein der dritte Energie- und Klimaschutztag im Naturschutzzentrum Bergstrasse statt. Daniel Bannasch erklärte den Besuchern die Energiewende auf dem Bierdeckel. Mehr dazu im BA und Metropolsolar. Erhard Renz zeigte mit KIVA wie man sein Geld sinnvoll für Solarenergie in den Entwicklungsländer investieren kann. Meine Wenigkeit versuchte mit anderen Vereinskollegen den Umstieg auf Elektromobilität zu zeigen.

Energiewende auf dem Bierdeckel mit Daniel Bannasch.

Leider konnte ich nicht alle Veranstaltungen und Vorträge besuchen. Der Vortrag vom Dr. Dr. Rademacher begann am Anfang sehr lehrreich und – für mich – sehr nachdenklich und endete am Schluss mit entsetzten Kopfschüttel. Diese Mann empfiehlt doch tatsächlich, dass wir
alle Verbrennungsfahrzeuge behalten und mit Bioethanol fahren sollten. Den Sprit könnte man doch mit Solarenergie in Afrika erzeugen – Unglaublich! Nach seiner These wäre, alles was ich bisher zu meiner persönlichen Energiewende getan habe, falsch und würde nichts bringen. Ich hätte das Geld besser in solare Projekte in Afrika investieren sollen (Großes Lob an Erhard und KIVA).  Super Idee. Tja, dann gäbe es aber das Problem, dass ich heute kein Geld zum weiteren investieren übrig hätte denn ich würde mich bei meiner Strom- und Gasrechnung Dumm und dämlich zahlen. In Zukunft – wenn ich mal in Rente bin – müsste ich dann beim Staat betteln gehen um im Winter mein 300 Jahre altes Fachwerkhaus zu beheizen.
Ebenso entsetzt war auch Daniel und konterte entsprechend auf dessen Argumente. Der Mann ist absolut uneinsichtig und meiner Meinung nach nicht glaubwürdig.

E-Autos im Popcorn-Effekt

Merkel glaubt nicht mehr an eine Million E-Autos bis 2020.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich von dem Regierungsziel, dass bis 2020 eine Millionen Elektro-Autos auf deutschen Straßen fahren sollen, verabschiedet. Dabei gilt die Elektromobilität als Kernstrategie zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors. Quelle Franz Alt

Vielleicht sollte sich Frau Merkel mal den von Vortrag von Lars Thomsen anschauen. Es sind zwar nur noch 2,5 Jahre bis 2020 aber ich sehe täglich immer mehr Elektroautos auf unseren Straßen. Mittlerweile wird es auch eng an den E-Auto-Ladesäulen und des öfteren sind alle Ladeplätze belegt. Somit habe ich in Zukunft eher eine Ladesäulen-Angst als eine Reichweiten-Angst. Hinzu kommt noch das Problem der Falschparker vor den Ladesäulen. Das sind nicht nur Autos mit Verbrennungsmotor sondern auch E-Autos als Dauerparker. Kürzlich sprach ich mit einer Falschparkerin die ihren Benziner vor der Ladesäule in Heppenheim abstellte. Ich fragte Sie ob ihr Benziner elektrisch fahren würde. Nein, sagte sie und wollte wissen warum ich das fragte. Ich zeigte ihr das 1 m² große Schild vor Ihrer Nase auf dem das Parken nur für Elektrofahrzeuge nur während des Ladens erlaubt ist. „Ups, das habe ich nicht gesehn“, gab sie zu. Wer list denn heute noch Schilder und wenn sie gelesen werden, wer versteht sie?

Falschparker Graben HP

Die aktuelle Ladeinfrastruktur war gestern Abend auch ein Thema bei der Mitgliederversammlung im Verein Freie-Infrastruktur Bergstrasse e.V. Wir werden in Zukunft, außer freie WLAN-Router, auch Ladesäulen bei unseren Mitgliedern aufstellen. Bevorzug wird hierzu das weite verbreitet System von NewMotion welches auch für wenig Geld ein Abrechnungssystem anbietet. Hier lohnt sich ein Blick über den Tellerrand in die Niederlande. Dort gibt es schon mehr als 18.000 Ladepunkte. Im wesentlich größeren Deutschland sind es gerade mal 6.200.
Leider sind bei diesen Ladelandkarten nicht alle Ladepunkte vermerkt. Aus diesem Grund arbeiten wir an einer lokalen Ladekarte im Kreis-Bergstrasse. Im Augenblick gibt es entlang der Bergstrasse ca. 40 verschiedene Ladesäulen. Weitere Infos hierzu am Samstag und Sonntag beim VHS-Kurs „Elektroauto im Erstkontakt“ und dem Energie- und Klimaschutztag im Naturschutzzentrum Bergstrasse.

Ich empfehle hierzu den Vortrag von unserem Bloggerkollegen Daniel BannaschEnergiewende auf dem Bierdeckel“ am Sonntag.

Stromsparwettbewerb

Am 2. Mai 2017 hat die Energieagentur Bergstrasse zusammen mit der Volksbank Darmstadt Südhessen eG und Volksbank Weinheim eG die Preise zum Stromsparwettbewerb im Kreis Bergstrasse vergeben.
Seit der energetischen Sanierung unseres Fachwerkhauses darf ich den Titel Energiesparmeister 2007 tragen. Durch diese Sanierung haben wir den Wärme-Energieverbrauch auf 25% reduziert. Beim Stromverbrauch hatten wir ebenfalls schon sehr viele Maßnahmen durchgeführt, sodass wir mit einem Verbrauch von 2.800 kWh für 2 Personen im Einfamilienhaus schon recht sparsam waren. Der Stromverbrauch eines 2-Personen-Haushalts liegt in Deutschland im Schnitt bei 3.100 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Trotzdem haben wir an diesem Wettbewerb teilgenommen und unseren Stromverbrauch weiter reduziert. Lange Rede kurzer Sinn: Wir konnten mit 15% Stromersparnis den 3. Platz belegen.

Gruppenbild nach der Preisverleihung.

Auf der Blogseite „Energiesparwettbewerb Endstand“ hatte ich schon vor kurzen die Einsparungen aufgeschlüsselt.

Energiesparwettbewerb Endstand

Bei der Analyse des Stromverbrauchs hat mir mein eigenes Smart Home System sehr geholfen. Ich konnte damit einige „Stromfresser“ aufspüren und deren Energiehunger verringern. Trotzdem sehe ich weiterhin noch viel Potential.

Die Teilnahme am Stromsparwettbewerb war leider erschreckend gering. Deshalb frage ich mich: Ist dieses Thema für unsere Mitbürger nicht interessant. Gibt es hier zu wenig Kenntnisse oder zu viele Bedenken. Hat man Angst man müsste beim Stromsparen in Askese (freiwillige Enthaltsamkeit)  oder Abstinenz leben? Vielleicht sagen sich auch viele: Solange ich mir das leisten kann spare ich keinen Strom.

Nachtrag 15.05.2017: Energieagentur Bergstrasse und BA-Zeitungsartikel

Ladestationen Frust die Achzehnte

Mit unserem Dienstwagen e-Golf haben wir einen zweitägigen Workshop in Geisenheim besucht. Leider schafft es der e-Golf nicht die 70 km hin und zurück zu fahren. Somit mussten wir in Geisenheim am Rathaus laden. Die Süwag (RWE) Ladesäule lässt sich mit der eCharge-App freischalten. Leider nur mit einem Zeittarif von 4,95 pro Stunde. Was mir nicht klar war, dass der e-Golf ein Schnarchlader ist. Somit schaffte er in 2 Stunden nur 6,8 kWh.

Schnarchladung an der Ladesäule in Geisenheim.

Das sind umgerechnet 1,46 €/kWh. Das ist eine absolute Frechheit und Abzocke!
Liebe Süwag und/oder RWE so wird das nichts mit „VoRWEg Fahren“. Das ist eher ein „hinter her schleichen“. Ach ja, noch etwas zum Schluss am ersten Tag konnten wir die Säule nicht freischalten weil man uns per QR-Code an der Säule auf die alte e-kWh-App geleitet hat. Die funktioniert schon lange nicht mehr sagte der freundlicher Herr an der Notrufnummer beim zweiten Anruf. Er spürte meinen Frust und schaltet uns die Säule auf Kulanz frei.
Naja, es gibt viel zu tun – packt Ihr es an?  Die Antwort von Intercharge auf meine Beschwerde ist eher vom Typ Interschnarch 🙂 Oder das geht uns nix an!

3. Tag der Elektromobilität in Darmstadt

Ein Strahlender Sonnenschein, zahlreiche Aussteller und ein attraktives Programm lockten am 9.04.2017 tausende Besucher in die Darmstädter Innenstadt. Am Sonntag konnte im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags zudem gemütlich durch die Fußgängerzone gebummelt und geshoppt werden.
Auch unsere privaten Elektroautos vom Verein Freie-Infrastruktur waren mit dabei.

3. Tag der Elektromobilität mit den E-Autos vom Verein Freie Infrastruktur

Auf dem Bild sind 8 Elektrofahrzeuge abgebildet. Bitte mal durch zählen. Wer findet Fahrzeug Nr.8 ? Tja, auch die Straßenbahn im Hintergrund ist ein Elektrofahrzeug zur Fortbewegung 🙂

Viele tolle Gespräche. An ein Gespräch kann ich mit besonders gut erinnern. Warum seit Ihr hier? Fragt mich ein Besucher. Wir sind hier um zu zeigen das Elektromobilität möglich ist und man keine Angst vor der Reichweite haben muss. Der fragende Besucher sagte dann: „Und warum machen das nicht die Autohändler?“ Das konnte ich Ihm nicht beantworten.

Ladestationen Frust die Siebzehnte

Bisher war das Thema ubitricity immer nur mit Frust verbunden weil man zum Laden das SmartCable benötigte. Seit ein paar Tagen kann jeder E-Auto-Fahrer auch mit seinem eigenen Ladekabel per QR-Code laden. Dazu wird nur ein einfacher QR-Code Scanner benötigt. Damit gelangt man auf die Webseite von ubitricity und kann dort mittels Kreditkarte die Ladesäule freischalten.

Anleitung zum Freischalten des ubitricity Ladepunktes.

Ohne SmartCable kann der Stromverbrauch an der Säule nicht gemessen werden. Aus diesem Grund wird mit einem Zeittarif abgerechnet. Man kann bei der Freischaltung zwischen 1 und x-Stunden wählen. Dabei wird die Stunde mit pauschal 2,- Euro abgerechnet.
Mit meinem Twizy wäre das ein Strompreis von 0,87 Euro/kWh. Wenn man ein E-Auto hat das einphasig 20 Ampere laden kann so bekommt man 4,6 kWh für 2,- Euro (0,43 €/kWh).

Ladepunkte Bensheim: blau aktive Ladepunkte, hellblau geplante Ladepunkte, gelb Idee Ladepunkte

Immerhin gibt es im Kreis Bergstrasse schon ein gutes Duzent dieser Ladepunkte und laut Energieversorger sollen noch 30 weiter bis zum Jahresende folgen. Ich werde weiter berichten.

Nachtrag: Melde erfolgreiche Ladung am Ladepunkt in Zwingenberg mit QR-Code Scanner.

Erfolgreiche Ladung mit QR-Code App.

Erfolgreiche dritte Sonderschau Elektromobilität 2017

Wiedereinmal war die Sonderschau Elektromobilität in Heppenheim ein voller Erfolg. Mit dem neuen Standplatz auf der Terrasse vor dem Hotel Halber Mond hatten wir einen absoluten Glücksgriff.

Sonderschau Elektromobilität Hotel Halber Mond

Zwar hatten die Besucher einen weiteren Weg über die B3 zu unserem Stand, jedoch waren dort auch nur Gäste die sich speziell für die Elektromobilität interessierten. Der Veranstalter der Autoschau hatte uns mit seiner spontanen und unüberlegten Umdisponierung des Stellplatzes kurzerhand hinausgeekelt. Somit war dann kein Platz mehr auf dem Parkhof und alle E-Fahrzeuge standen am Hotel Halber Mond. Auch der Sponsor die GGEW sowie die Metropolregion-Rhein-Neckar waren von dieser Einschränkung betroffen. Ohne zu zögern haben wir die GGEW und die Metropolregion-Rhein-Neckar mit dem Ampera und dem Mercedes E-Cell bei uns aufgenommen. Im Nachhinein hat sich das als eine absolut konstruktive Kooperation erwiesen.

Sonderschau, Terrasse Halber Mond

Die NewMotion-Ladesäule war das Highlight auf unserem Stand und wurde aktiv von den Elektromobilisten aus dem weiteren Umgebung genutzt. Vielen Dank an den Vorstand der Energiegenossenschaft Starkburg die uns die Säule kostenlos zur Verfügung stellten. Unser Ladepark mit Baustromverteiler sowie der Shuttle-Service mit BMW-i3 wurde eifrig genutzt. Auch hier nochmals vielen Dank an den Sponsor die GGEW.

Ladesäule NewMotion

Ebenso herzlichen Dank an das Team vom Halben Mond die uns mit Strom und Getränken versorgten. Die Vorträge auf der Kleinkunstbühne im Felsenkeller vom Halben Mond waren ebenso sehr gut besucht. Leider kam eine Podiumsdiskussion mangels politischer Vertreter nicht zustande.

Sonderschau Elektromobilität

Zum Schluß auch einen Dank an die vielen E-Auto-Fahrer, die dort ihre privaten Elektroautos zur Verfügung stellten und die viele, viele Stunden als erfahrene Berater auf der Sonderschau Elektromobilität 2017 tätig waren.

Sonderschau Elektromobilität 2017

In diesem Jahr wird die Sonderschau Elektromobilität über unseren Verein Freie Infrastruktur Bergstrasse e.V. organisiert. Eines der primären Ziele unseres Vereins ist es, die Elektromobilität in unserer Region erlebbar und begreifbar zu machen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dazu gehört es auch, dass wir zeigen wollen, wie einfach es ist, ein Elektrofahrzeug aufzuladen.

Stellplan der Autoschau, Links der Halbe Mond mit unserer Sonderschau.

Die Ausstellung wird dieses mal aufgesplittet in eine kleine E-Auto-Ausstellung auf der Autoschau 25. und 26.03.2017 und zeitgleich beim Hotel Halber Mond in Heppenheim. Dort werden Vorträge und ggf. eine Podiumsdiskussion stattfinden. Vielen Dank an den Hoteldirektor Jeroen Maes für seine Unterstützung. Dort werden wir auch ein Elektroauto-Ladesäule aufbauen und live zeigen wie einfach Elektroauto geladen wird.

Bergsträsser Anzeiger:
Starkenburger Echo:

Weitere Infos zum geplanten Programm:

  • Samstag, 14:00 Vortrag: „Status der E-Mobilität an der Bergstraße“
    Samstag, 15:00 e-mobiles Forum und Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auf der Kleinkunstbühne im Kellergewölbe Halber Mond
  • Sonntag, 14:00 Vortrag: „Elektromobile Erfahrungen in den Niederlanden (unser Nachbarland zeigt, wie E-Mobilität funktioniert)“
    Sonntag, 15:00 e-mobiles Forum und Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auf der Kleinkunstbühne im Kellergewölbe Halber Mond
    Sonntag, 17:00 Auslosung der Preise aus dem e-mobilen Quiz am Hotel Halber Mond ganztägig Samstag und Sonntag: Ladepark für Elektroautos auf dem Europlatz und elektrischer Shuttle-Service zwischen Europaplatz und Ausstellungsgelände

Energiesparwettbewerb Endstand

Am 1.03.2017 ist der einjährige Stromsparwettbewerb der Wirtschaftsförderung Bergstraße zu ende gegangen. Als Energiesparmeister sind wir natürlich schon im voraus sehr energiesparend und trotzdem konnten wir die Energiespar-Schraube ohne Komfortverlust noch weiter anziehen. Hier nun mein Ergebnis zur eingesparten Energie:
Der alte Stromverbrauch lag 2015/2016 bei 3.766 kWh/Jahr. Davon sind 1054 kWh für mein Elektroauto verbraucht worden. Also 2712 kWh für unser  kleines Fachwerkhaus mit 140 qm und zwei berufstätigen Bewohnern. In diesem Stromsparjahr haben wir nun 3.175 kWh verbraucht und davon waren 880 kWh für den kleinen Elektroflitzer. Somit verbleiben 2295 kWh für das komplette Wohnhaus. Insgesamt betrug die Ersparnis (3.766 – 3.175) = 591 kWh. Das ist eine Einsparung von 15,7 Prozent. Für den alleinigen Haushalt sind dies 417 kWh und 15,4 %.
Womit kann man nun 15 % Energie im Jahr einsparen? Zuerst einmal durch eine genaue Untersuchung der Verbraucher um Stromfresser aufzudecken. Dazu hatte ich über ein Jahr lang Zwischen-Stromzähler an 12 großen Haushaltsgeräten angebracht u.a. an unserer Kühl-Gefrierkombination. Dabei stellte sich heraus, dass diese alte Ding locker 716 kWh im Jahr verbraucht. Dabei verschlang das Gefrierteil 2/3 des Stromverbrauchs (Einzelmessung). Zum Glück konnten wir das untere Gefrierschrankteil separat abschalten und eine Gefriertruhe kaufen. Leider war am Einzugstag der Gefriertruhe schon die Hälfte des Energiesparjahrs  herum. Trotzdem konnten wir mit der Energiesparkiste (A+++) 190 kWh in einem halben Jahr einsparen. Der nächste große Brocken war unsere Wohnraumlüftungsanlage. Sie verbraucht im (Nacht-) Sparmodus 278 kWh pro Jahr. Also eine Lüftungsanlage muss nicht immer im Tag-Betrieb mit 0,5 fachem Luftwechsel laufen. Nach meiner Erfahrung nach müssten man hierzu viele Fachbücher umschreiben. Auch ein Luftwechsel von 0,25 reicht in einem Wohnhaus absolut aus. Die Zahlen bedeuten, dass bei 0,5 alle 2 Stunden die Luft im Gebäude einmal
ausgetauscht wird (0,25 = alle 4 Stunden). Diese Einstellung hatten jedoch schon lange so eingestellt und somit brachte dies keine Veränderung. Die eigentliche Ersparnis erzielten wir durch das Abschalten der Lüftungsanlage wenn wir nicht Zuhause sind. Dies konnte ich nur mit einer Handy-App und einem selbst programmierten Raspberry umsetzen. Die App ist so eingestellt, dass sie feststellt wenn man seine Home-Zone verlässt. Danach sendet sie einen Befehl an den Raspberry und dieser schaltet über einen Funkschalter die Lüftung aus. Damit kamen wir auf 198 kWh/Jahr mit fast 80 eingesparten Kilowattstunden. Weitere kleinere Einsparung wurden durch sonstiges wie z. B. Beleuchtung mit LEDs erzielt.

Vergleich Stromverbrauch

Viele Kleinverbraucher werden bei mir auch über die 12-Insel-PV-Anlage mit Gleichstrom versorgt. So konnte ich schon im sonnigen Februar einige Stunden meinen PC und TV mit Gleichstrom versorgen und den Wechselstrom einsparen. Dabei muss nicht jeder auf ein Gleichstromsystem umstellen sondern vielleicht auf „Solar to go“ beim Sonnenflüsterer.
Ich sehe es persönlichen als großen Erfolg immer noch Energiesparpotentiale zu finden und weiter an der Energiespar-Schraube zu drehen. Im nächsten Schritt kommt die Heizung in die Schraubzwinge. Bei 600 kWh Stromverbrauch im Jahr wird es doch möglich sein durch
intelligentes Steuern mit dem Raspberry ein paar Kilowattstunden heraus zu quetschen ohne kalt zu sitzen. 🙂

Verrückte Zeiten

Oder völlig planlos? Der Aufbau der deutschen Ladeinfrastruktur ist chaotisch!
User lokaler Energieversorger baut weiterhin auf günstige Ladesäulen (-punkte) mit teurem Spezialkabel. Die vier ersten kostenlosen Ladesäulen im Kreis Bergstrasse werden jetzt kostenpflichtig. Dazu hat der Versorger neue RFID-Ladekarte ausgegeben und gleichzeitig einen Fragebogen verteilt. Er will damit herausfinden welche Abrechnungsformen bevorzugt werden. Hier die Vorschäge: Pauschaler Tarif = €/Ladevorgang, Ladezeitbasierter Tarif = €/Stunde, Flatrate Tarif = €/Monat, Standzeitbasierter Tarif = €/Stunde oder verbrauchsorientierter Tarif = €/kWh.
Der darmstädter Energieversorger will nun ebenfalls groß einsteigen und 100 Ladesäulen in Südhessen aufbauen. Hoffentlich sind das auch keine leeren Versprechnungen denn das lokale EVU hat schon 2014 etwa 50 Ladesäulen versprochen und bis heute erst 12 Stück aufgestellt.
Vielleicht kann das unsere Energiegenossenschaft in Heppenheim besser. Jede Kommune die von der Energiegenossenschaft für ihre Liegenschaften Strom bezieht bekommt als Bonus eine Ladesäule aufgestellt. Den Strom gibt es erstmal kostenlos bis sich eine Abrechnung lohnt.
Schön wäre es wenn die Energiegenossenschaft auch Dachflächen in der Kommune für PV-Anlagen benutzen könnte. Dann könnten man die E-Autos direkt Vor-Ort mit Solarstrom laden. So beschreibt es auch mein Bloggerkollege Jörg Heidjann auf seine Blogseite. Also viele Wege führen nach Rom. Welcher Weg der Richtig ist werden die Nutzer entscheiden denn nur dort wo viel geladen wird amortisieren sich die Investition in eine öffentliche Ladesäule.
Meiner Meinung nach ist der Standort, Preis €/kWh und Zugänglichkeit per RFID via Netzverbund entscheidend.