Energiekarawane als Auslaufmodell

In Lorsch gab es schon 3 Energiekarawanen und die letzte Karawane war 2016. Leider haben sich damals nur 35 Hausbesitzer auf das kostenlose Beratungsangebot der Stadt Lorsch gemeldet. Deshalb hat der Magistrat beschlossen, 2018 kein neues Angebot zu machen, berichtete Bürgermeister Christian Schönung in der Sitzung des Bauausschusses. Es sei derzeit schwierig, Menschen dafür zu begeistern.
Ich dachte damals auch, dass sich – ohne Festlegung eines Quartiers – mehr Immobilienbesitzer melden würden. In der Ausschuss-Sitzung gab es gute Fragen und Anregungen von PWL, SPD und Grünen. Leider wurde diese vom Bürgermeister, nach meinem Eindruck, nicht ernst oder nicht wahrgenommen. Man könnte doch von der Stadt einen Energieberater ganzjährig direkt beauftragen. Nein, dafür würde man ja jedes Jahr direkt an die Energieagentur Bergstraße zahlen. Es gibt für den Beitrag der Stadt Lorsch jedoch nur eine Initialberatung in den Büros der Energieagentur in Heppenheim. Leider kommt keiner der Energieberater direkt zu ihnen Nachhause. Die SPD wollte wissen ob es nicht eine Möglichkeit gäbe den Grund das geringe Interesse herauszufinden. Vielleicht hätte man mal die beratenden Energieberater der Energiekarawane fragen sollen! Welcher Hausbesitzer im Rentenalter will denn nochmal einen Kredit aufnehmen bei Amortisationszeiten über 20 Jahren. Lieber zahlt man am Ende des Jahres mit Schmerzen seine hohen Heiz- und Stromkosten. Leider kam zu diesem Thema keine Anregung von der FDP und der BfL. Schade eigentlich, da der anwesende FDP’ler doch selber Energieberater ist. Generell hatte ich den Eindruck, dass die anwesenden Bürgervertreter in Sache Energie nicht sehr kompetent sind. Mit meinen Angebot bei diesem Thema etwas auszuhelfen bin ich wohl mal wieder beim Bürgermeister ins Fettnäpfchen getreten.
Im Allgemeinen ist die Art und Weise der Kommunikation bei solchen öffentlichen Sitzungen
unter aller Kanone. Die Stimmung ist immer sehr angespannt und gereizt. Hier würde ich mal für alle ein gemeinsames Kommunikationsseminar empfehlen.

Bahn statt E-Auto

Heute möchte ich über meine Erfahrungen beim Umstieg vom E-Auto zur Deutschen Bahn berichten. Ich habe mir letztes Jahr ein Faltrad von Brompton gekauft. Damit wollte ich zuerst den langen Fußweg von der Winter-Ladesäule zur Arbeitsstelle zeitlich abkürzen. Nun benutze ich es hauptsächlich für den Arbeitsweg mit der Deutschen Bahn. Im zusammengefalteten Zustand ist es nur noch ein Gepäckstück und ich könnte damit ins normale Zugabteil. Aufgrund der Sperrigkeit und der Menge der Zugfahrer gehe ich doch öfter ins Fahrradabteil. Jedoch muss ich sagen die Fahrradabteile der Bahn sind das absolute Grauen! Die Konstrukteure der Doppelstockwagen sind wohl nie mit einem Fahrrad mitgefahren. Da hat sich wohl keiner Gedanken gemacht wie man die vielen Fahrräder (meist 12-16 Stück) aufstellen und transportieren könnte.

Fahrradabteil Deutsche Bahn

Dabei gibt es gute Beispiele im Internet zu finden. Dabei wird so oft nur Zweidimensional gedacht. In der Höhe hat man noch Platz und die obere Handgepäckablage wird sowieso nie genutzt. Die senkrechte Aufstellung wäre perfekt. Also weg mit der Handgepäckablage, Vorder-radhaken an die Wand und Sitze auf die andere Seite. Damit sind 20 Räder kein Problem! Im übrigen sind die Zugeverbindung doch recht gut und pünktlich. Zwei bis 3x pro Woche gibt es kleine Verspätungen mit max. 5-10 Minuten. Großes Chaos hat der Sturm Friederike am 18.01.2018 verursacht. Durch den Ausfall der Fernzüge herrschte auf den Nahverkehrsstecken absoluter Wahnsinn. Da war im Zug fast kein Platz mehr zum Stehen. Es herrschten Zustände wie in Japan. Hoffentlich, wird es nie so schlimm wie in Indien.

Jahresrückblick 2017

Das alte Jahr 2017 ist stürmisch zu Ende gegangen. Viel hat sich in Sachen Elektromobilität geändert. Es sind viele neue Elektroauto-Ladesäulen aufgebaut worden aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Die beiden Energieversorger im Kreis Bergstraße habe viele Säulen in DA, Odenwald und Bensheim aufgestellt.
Am Neujahrstag haben sich 6 Elektromobilisten zum E-Auto-Stammtisch beim Addi getroffen.
Diesmal wurde sehr spannend die Akkuentwicklung bei den E-Autos besprochen. Es hat sich ein neuer Interessensbereich herauskristallisiert. Das Thema ist „Eigenbau eines Hausspeichers“. Dazu haben die  E-Kollegen fleißig gebrauchte Lithium-Rundzellen vom Typ 18650 gesammelt. Aus diesen Rundzellen wollen wir einen Hausspeicher für unsere PV-Anlagen zusammenbauen. Eventuell auch einen Akku für E-Autos.

Erster Lithiumakku mit Rundzellen 18650

Vielleicht brauche ich bald kein E-Auto mehr? Als Mitarbeiter des Landes Hessen bin ich stolzer Besitzer eines Landes-Ticket. Über den Umstieg auf die Bahn werde ich gesondert berichten.
Somit werde ich in 2018 wohl mehr elektrisch auf der Schiene verbringen als im E-Auto. Ich bin heil froh, dass ich mich nicht an eine Ladekarte der Energieversorger gebunden habe. Die wären – für mich – viel zu teuer und jetzt für die Katz. Als Gelegenheitslader kann ich immer noch sehr den Ladekartenchip von NewMotion empfehlen. Hier kostet zwar die Kilowattstunde zwischen 30 bin 40 Cent. Jedoch immer noch billiger als 30 Euro im Monat. Zu 90% wird immer noch Zuhause geladen.

Durch den Einsatz meiner Raspberry und der neuen Gefriertruhe konnte der Stromverbrauch in 2017 nochmals um 355 kWh reduziert werden. Ich habe noch gute Ideen zur weiteren Energieeinsparung am Kühlschrank und der Heizungsanlage. Auch ein Balkon-Wintergarten-Solarmodul mit Lithium-Akkuspeicher wird viel Energie einsparen. Auch hierzu folgt noch ein entsprechender Blogbericht.

Ladestationen Frust 21

Bald bekommen wir in Darmstadt einen Ladesäulen Irrsinn wie in Hamburg. Die Entega hat lobenswerter Weise 12 neue Ladesäulen in Darmstadt aufgestellt. Zur Zeit sind noch keine Hinweisschilder montiert worden. Jedoch sind von den 4 Ladesäulen die ich morgens besuche immer die gleichen drei von Verbrennern zugeparkt.

Freie Ladesäule Rheinstrasse Darmstadt

Das wird sich meiner Meinung nach auch mit den Hinweisschildern nicht ändern. Die Falschparker müssten mit Hinweisflyern jetzt schon informiert werden. Was nützen den E-Auto-Fahrern Elektroauto-Ladesäulen wenn Sie durch Verbrenner zugeparkt sind? Nichts!
Zuerst informieren, dann verwarnen und wer’s dann nicht kapiert muss abgeschleppt werden.

Ohne Stecker – Nullchecker

Heute muss ich mir mal meinen Frust von der Seele schreiben. Sind wirklich alle Autofahrer mit Verbrenner so doof? Ich habe heute mal wieder einen Falschparker vor einer Ladesäule erwischt und auf das unerlaubte Parken vor einer Ladesäule hingewiesen. „Oh, das habe ich nicht gewusst, dass das auch auf der Seite hinter der Ladesäule gilt.“ Boah, wie doof ist das denn. Das spottet jeder Beschreibung. Schaut Euch mal das Bild an. Hätte ihm wohl einen Optiker empfehlen sollen .-)

Falschparker Kronepark – Bensheim – Auerbach

Hier nochmals für die ganz DOOFEN das Schild auf das man achten sollte:

Straßenschild zum Hinweis auf Ladesäulen.

Und bitte nur auf eins der Vier. Meistens wird bei uns das Schild Nr. 2 und 4. (Kronepark) !!!

Ab sofort gibt es hier eine Bilderschau der Idioten die keine Schilder lesen wollen, können oder einfach alles ignorieren.

 

Vier Jahre Elektromobilität

Es sind nun seit dem 23.08.2013 vier Jahre in denen ich mit meinem Twizy elektrisch zur Arbeit pendle. Drei Tage zuvor läuft bzw. rollt ein mir eine Kutsche vor die Kamera. Zuerst dachte ich, naja ein Oldtimer halt. Aber es knatterte, rauchte und stank nicht. Also Smart Phone gezückt und Bilder gemacht.

E-Kutsche von 1906

Hier ein paar Infos zu Waverley, Columbia Automobile Company und Eletric Vehicle Company aus dem Jahr 1906. Die Geschwindigkeit ist sehr gering aber die Reichweite wäre für mich heute zum Pendeln immer noch o.k. Reichweite zu gering sagen viele! Laut Herrn Alt fahren die  Deutschen 4 x pro Woche zum Mond und zurück. Das sind im Durchschnitt weniger als 34 km pro Tag. Nach meiner Recherche wären die $ 1.600 aus dem Jahre 1906 heute der Preis für einen Tesla.

E-Kutsche Waverley von 1906

Und was hat die Kanzlerin gestern Abend gesagt? Sie will keinen Termin für das Aus von Diesel- und Benzinmotoren setzen. Jedoch spricht sie jetzt schon von den Verbrennern als Brückentechnologie. Aha, die Zukunft fährt elektrisch und die Brücke steht schon ganze ( 2017 – 1906 = ) 111 Jahre. Beim Betrachten der Elektrokutsche brachte es mein Arbeitskollege auf den Punkt: „Die Autoindustrie hat über 100 Jahre verpennt !“ Und das Aufwachen dauert, dauert und dauert …

Wie viele E-Autos hätten wir denn heute wenn man diese Kutschen weiter entwickelt hätte. Dann müssten wir uns heute keine Gedanken über das E-Auto-Millionen-Ziel machen.
Bitte weiterlesen bei den Energiebloggern und Kollege Frank Urbansky.

Ladeparty Bürgerhaus Kronepark

Am Dienstag den 8.08.2017 haben sich kurzfristig die Elektromobilisten des Stammtischs Bergstrasse zur Ladeparty an der Ladesäulen am Bürgerhaus Kronepark getroffen. Zur gleichen Zeit fand der Stadtrundgang der CDU mit Herrn Michael Meister statt. Endpunkt des Rundgangs war die Ladesäule am Bürgerhaus Kronepark in Bensheim-Auerbach und zufällig ware 5 E-Autos Vor-Ort. 🙂

Ladeparty Kronepark

Wie ich richtig vermutet hatte, wären unserem MdB Herrn Meister die Ladesäule ohne Elektroautos vergestellt worden. Dabei wäre dann bestimmt wieder der Eindruck entstanden: „Schön, dass es die Ladesäule am Bürgehaus Kronepark gibt aber der Bedarf an E-Autos ist wohl noch nicht da.“! So standen fünf E-Autos an der Säule und nur zwei E-Autos konnten gleichzeitig laden. Die Elektromobilisten konnten viele Fragen der ca. 20 Mitläufer beantworten und ernteten dabei viel Applaus. Wie immer gingen die Fragen um den Reichweite, Preis und Ladekosten der Elektroautos. Zur Zeit sind die Mennekes Ladesäulen der GGEW noch kostenlos. Das wird sich jedoch in den nächsten Monaten ändern. Der Strompreis pro E-Autoladung steht noch nicht fest. Jedoch wird dieser bestimmt über dem Preis für den Haushaltsstrom liegen. Dazu passt auch der heutige Zeitungsartikel „Kompliziert und oft zu teuer„. Bin mal gespannt welches Preismodell sich die GGEW einfallen lässt. An den ubitricity Ladepunkten kostet das laden mit dem speziellen SmartCable 50 Cent/kWh (Haushaltsstrompreis bei ca. 26 Cent/kWh). Wenn ich mit dem Twizy lade zahle ich für 1 Stunde 2,- Euro und das sind umgerechnet 87 Cent.

Twizy 50.000 km

Nach fast 4 Jahren Elektromobilität habe ich heute die 50.000 km voll gemacht.

Tachstand am 25.07.2017

Und immer noch macht das Fahren mit dem E-Auto Spaß. Leider gibt es immer wieder Idioten die am leeren Straßenrand genau dort parken müssen wo die E-Auto Ladesäule steht.
Die Volkskrankheit Nummer 1 ist die Ignoranz, Faulheit und Bequemlichkeit der Menschen.

Ladestationen Frust die Zwanzigste

Was tut man nicht alles für die Elektromobilität. Gestern habe ich nochmals die Ladesäule am Rinnentor in Bensheim besucht. Dieses mal war einer der beiden Parkplätze vor der Ladesäule frei. Ich fuhr geschwindt hinein und ludt mein E-Auto. Der Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatte gerade zuvor dem weißen SUV einen blauen Denkzettel verpasst 🙂 Danach kam er zu mir und bat um Erklärung wie das mit dem E-Auto laden denn funktioniert. Der bekam von mir eine kurze Einweisung. Danach verspürte ich Hunger und ging zum Dönerladen gegenüber.

Mennekes Ladesäule Rinnentor Bensheim

Von dort aus konnte ich sehr gut beobachten wer nun den VW mit dem blauen Ticket abholte.
Danach – ich musste so lachen – wurde der nun freie Ladeparkplatz ingesamt 6 mal von verschieden Verbrenner besucht. Die Fahrer fuhren hinein, sahen das E-Auto beim Laden, sahen die Schilder und parkten wieder Rückwarts aus. Ich hatte meinen Spaß 🙂 🙂 🙂
Danach parkte einer der es nicht raffte. Ich ging zu meinem Auto und sprach ihn an. „Auf diesem Parkplatz bekommen Sie einen Strafzettel“ sagte ich. Warum fragte er. Sie stehen auf einem Parkplatz für Elektroautos und hier ist das Parken nur für E-Autos während des Ladens erlaubt. Oh, sagte er. Das habe ich nicht gesehen. Er bedankte ich und fuhr weg. Bis ich den Parkplatz verlassen konnte musste ich noch 3 weitere  Verbrenner auf das vermeidliche Ticket hinweisen. Das hat Spaß gemacht. Irgendwann nehme ich mir mal Urlaub und stelle micht einen ganzen Tag da hin dann aber mit versteckter Kamera!

Ladestationen Frust die Neunzehnte

So jetzt ist die Ladesäule am Bahnhof in Bensheim-Auerbach wieder frei und es kann geladen werden. Ein 3/4 Jahr war die Ladesäule wegen Bauarbeiten am Bahnhof gesperrt.

GGEW Ladesäule am Bahnhof Bensheim-Auerbach

Des Weiteren hat die GGEW zwei neue Mennekes-Ladesäulen am Bürgerhaus Kronepark direkt an der B3 aufgestellt.

Mennekes-Ladesäule Bürgerhaus Bensheim-Auerbach

Das erste Laden war sehr lustig denn so viele Gaffer beim Laden meines Twizy’s hatte ich noch nie. Die zweite Säule steht am Rinnentor in der Bensheimer Innenstadt und ist wie erwartet von Verbrenner zugeparkt.

Falschparker Ladesäule Rinnentor Bensheim

Da hilft die beste Beschilderung nichts wenn keiner kontrolliert und Strafzettel verteilt. In HP am Graben steht ein großes Hinweisschild und trotzdem parken Verbrenner vor der Ladesäule. Es wird schlicht und ergreifend ignoriert. Da kann eigentlich nur eine Absperrung helfen!

Falschparker Graben Heppenheim

Dies könnte eine ein Poller, Handschranke, Wegesperre oder eine Scherensperre sein.